Lauftraining

Wie viel Dämpfung braucht ein Laufschuh?

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Neue Dämpfungstechnologie beim adidas Boost.

Spricht man über Laufschuhe kommt zwangsläufig auch das Thema Dämpfung auf. Wie viel sollte der richtige Laufschuh haben? Ist zu viel Dämpfung gar gefährlich? Fest steht, dass die Entwicklung immer weitergeht. Jüngst präsentierte adidas seinen neuen „Boost“.

Die Laufschuh-Wahl ist sehr individuell. Denn schlussendlich geht es darum, ein gutes Gefühl beim Laufen zu haben und einen Schuh, der einem dieses vermittelt. Daher gibt es definitiv nicht DEN Laufschuh. Aber gerade wenn es um das Thema Dämpfung geht existieren viele Mythen. Letztendlich aber ist „das Konzept der Dämpfung rein intuitiv“, sagt Biomechanik Professor Gert-Peter Brüggemann von der Deutschen Sporthochschule Köln. „Es gibt keine Belastbaren Daten, die belegen, dass Kraftspitzen beim sogenannten Impact in Zusammenhang mit Verletzungen stehen.“ 

Ob Dämpfung also Verletzungen vermeidet ist nicht wissenschaftlich belegt. Vielmehr hat sich mittlerweile die Erkenntnis durchgesetzt, dass weiche Sohlen sogar schädlich sein können. Zum einen können durch eine übermäßige Dämpfung vermehrt Achillessehnenverletzungen auftreten. Zum anderen sind Gelenke wie das Knie auch ein biologisches Gewebe, dass sich regeneriert und sogar Belastungen braucht, damit es genährt wird, wie Dr. med. Matthias Marquardt, Entwickler des Konzepts „natural running“, in einem Interview erläutert. 

adidas präsentiert den "Boost"

Ein guter Laufschuh kann das Training aber dennoch erleichtern. Hierfür entwickeln die großen Sportartikelhersteller immer neue Konzepte. Die neuste Entwicklung auf dem Markt ist der adidas BOOST, der durch eine neue in Kooperation mit dem Industriekonzern BASF entwickelte Zwischensohle verbesserte Energierückgewinnung verspricht.

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Es bleibt aber festzuhalten, dass jeder Läufer seinen Schuh testen sollte, bevor er sich festlegt. Gerade für Laufeinsteiger wird gelegentlich sogar zu empfohlen, sich mehrere Paar (zwei oder drei) Schuhe zuzulegen und diese regelmäßig zu wechseln. Dadurch werden die Beine variabel belastet und variabel trainiert. Wichtig ist aber immer, dass der Schuh nicht in die natürliche Bewegungsachse des Läufers eingreift und Bewegungsmuster so verändert, dass das Verletzungsrisiko steigt. In die Kaufentscheidung sollten also immer die individuellen Eigenschaften der Füße, der Beine, der Laufstil sowie das eigene Laufvermögen einfließen.

Quellen

http://www.sueddeutsche.de/leben/joggingschuhe-ufos-fuer-den-fuss-1.2223 

http://www.achim-achilles.de/laufthemen/laufschuhe-schuhe-joggen-laufen/16107-qmillionen-laeufer-tragen-falsche-schuheq.html

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