Lauftraining

Trail-Running: Laufen mit Wurzeln!

+
Beim Trail-Running geht es nicht nur über Wege sondern auch Querfeldein.

Laufen war vor der Erfindung von Sportbekleidung, Pulsmessern und Laufbändern vor allem eines: Fortbewegung. Laufend geht das naturgemäß etwas schneller als gehend. Neuerdings gibt es in der Laufszene einen Trend, denn man getrost als Rückfall in das Ursprüngliche bezeichnen kann: Trail-Running.

Als Trend können wir Trail-Running bezeichnen, weil es
eine steigende Zahl von Veranstaltungen gibt, die in ihrer Ausschreibung diese Bezeichnung führen. Dabei führen die Strecken im wahrsten Sinne des Wortes über „Stock und Stein“. Teilweise sind die Passagen Wege, die sonst nur von Bergwanderern genutzt werden und Geröllfelder sind nicht unbedingt eine Seltenheit. In den letzten Jahren kamen zudem vermehrt Hindernisläufe und City-Trailläufe hinzu. Dabei werden künstliche Hindernisse wie „Schrottautos“ oder Kletterwände in den Weg der Läufer gestellt. Das Überwinden der Hindernisse in Verbindung mit Matsch, Wiese oder Wäldern macht das Trail-Running zu einer sehr harten Belastung. 

Trail-Running: Alles neu? 

Im Grunde genommen könnte jede Form des klassischen Waldlaufes oder Cross- Laufes als Trail-Running bezeichnet werden. Letztendlich meint dieser Begriff im Kern zunächst einmal nichts anderes als das Laufen abseits asphaltierter Wege. Das Laufen im Gelände allein ist jedoch noch nicht als die Form des Trail Runnings zu verstehen, die derzeit in der Welt des Laufens Verbreitung findet. Hier sind vor allem Ultraläufe und Mehretappenläufe im bergigen Gelände gemeint. Unterschiede zu anderen Marathon- oder Ultraläufen liegt vor allem darin, dass der Laufuntergrund aus Waldwegen besteht. Auch Wiese oder Schotter sind mögliche Untergründe. Der wohl bekannteste Lauf der Szene ist der Transalpine-Run, bei dem in 8 Etappen vom deutschen Ruhpolding bis ins Italienische Sexten gelaufen wird. Dabei werden 2er Teams aus über 25 Nationen an den Start gehen und insgesamt rund 320 Kilometer und 15.000 Höhenmeter zurücklegen. 

Zurück zu den Wurzeln und wieder zurück 

Trail-Running als Weg zurück zu den Wurzeln liegt nahe. Das Laufen in der Natur war schließlich der Ausgangspunkt jeder menschlichen Bewegung. Das „Zurück zu den Wurzeln“ des Laufsports hat als ergänzenden Part das „Urban Trail-Running“ entwickelt, bei dem das Laufen in der Stadt dem Trail-Running angenähert wird, in dem Hindernisse wie Treppen, Bänke und Grünflächen dazu herhalten, das Laufen im Gelände in der Stadt einem alternativ Programm zu unterziehen. Die Belastung ist hierbei ähnlich dem Trail-Running. Insgesamt sind Laufveranstaltungen mit Trail-Charakter entweder von sehr langer Dauer und moderater Belastung oder kürzerer Dauer und hoch-intensiver Belastung gekennzeichnet. Gerade das Überwinden von künstlichen Hindernissen wie Schlammgräben oder Klettergerüsten bringt viele Teilnehmer der „Urban“ Trails an ihre Leistungsgrenzen. Etwas professioneller und weniger vom „Event & Action“ Charakter geprägt sind die klassischen Trails in Wäldern und Mittel- bzw. Hochgebirgsläufe. Hier sind auch deutlich besser vorbereitete Athleten anzutreffen.

Lesen Sie auch:

Trail-Running: Ausrüstung? Aber sicher!

Trail-Running: Koordination als Sicherheitsaspekt

Auch interessant

Kommentare