Marathon

Für jeden Marathon die richtigen Laufschuhe

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Die richigen Laufschuhe stabilisieren den Fuß

Bei den Olympischen Spielen im Jahr 1960 gewann der Äthiopier Abebe Bikila die Goldmedaille im Marathon. Besonders spektakulär: Er lief barfuß. Für die meisten Sportler wäre das jedoch zu gewöhnungsbedürftig. Sie tragen lieber speziell auf den Laufsport angepasste Schuhe.

Verschiedene Laufschuhe für den Marathon und für das Training

Zunächst sollten Sie den Zweck festlegen, für den Sie Ihre neuen Laufschuhe nutzen möchten. Es gibt beispielsweise spezielle Schuhe für das Laufen im Gelände, für das Sprint- oder das Ausdauertraining. Laufschuhe für den Wettkampf sind nicht unbedingt auch für das Training geeignet. Sie wiegen zwar im Schnitt nur etwa 200 Gramm und geben ein gutes Gefühl für den Untergrund, bieten aber wenig Stabilität und Dämpfung.

Welcher Fußtyp sind Sie?

Entscheidend ist die Form Ihres Fußes. Lediglich rund 25 Prozent der Menschen haben einen Normalfuß. Häufige Fehlstellungen sind:

- Überpronation: Das Fußgewölbe flacht unter Belastung an der Innenseite ab. Der Fuß knickt nach innen, der innere Knöchel steht ab. Die Überpronation nennt man auch Senkfuß.

- Unterpronation: Der Fuß bewegt sich beim Aufsetzen kaum nach innen, sondern rollt über den Außenrand ab. Die Unterpronation heißt auch Supination.

Fehlstellungen steigern das Verletzungsrisiko und können zu Überlastung von Muskeln, Sehnen und Gelenken führen. Deshalb ist es wichtig, durch passende Laufschuhe die Füße zu stabilisieren und die Fehlstellung auszugleichen.

Analyse auf dem Laufband

Größere Sport-Fachgeschäfte bieten meist eine Laufbandanalyse an. Dabei werden Videoaufnahmen von Ihnen angefertigt, während Sie zunächst barfuß und danach mit verschiedenen Laufschuhen laufen. Auch eine ergänzende Fußdruckmessung über spezielle Sensoren im Laufband ist möglich. Anschließend wertet eine Computer-Software die Aufnahmen aus. Durch die Analyse können Fehlstellungen der Füße, Hüfte, Knie und Sprunggelenke festgestellt werden.

Wenn Sie nicht wissen, ob Sie einen Normalfuß oder eine Fehlstellung haben, können Sie alternativ auch einen Arzt oder einen Orthopädieschuhmacher um Rat fragen. Bringen Sie dazu am besten ein Paar alte Schuhe mit. Der Fachmann kann am Grad der Abnutzung viele Eigenschaften Ihres Fußes erkennen.

Beratung im Fachgeschäft

Lassen Sie sich in einem Fachgeschäft ausführlich beraten, bevor Sie Ihre neuen Marathon-Laufschuhe kaufen, und bringen Sie auch hier Ihre alten Schuhe mit. Eine seriöse Beratung erkennen Sie vor allem daran, dass der Verkäufer zunächst Einiges über Sie wissen möchte. Er fragt nach

- der Form Ihres Fußes, also möglichen Fehlstellungen

- Ihrer Größe

- Ihrem Gewicht

- Ihrem Laufpensum

- Ihrer bevorzugten Laufstrecke

- Ihren Zielen – etwa ob Sie vorhaben, Ihr Pensum stark zu steigern.

Danach sollte Ihnen der Verkäufer verschiedene Laufschuhe zeigen. Lassen Sie sich Zeit und probieren Sie in Ruhe. Kaufen Sie nur, wenn Sie sicher sind, die perfekten Laufschuhe gefunden zu haben.

Auch Marathon-Schuhe brauchen Pflege

Die richtige Pflege ist nicht nur für Ihre Laufschuhe, sondern auch für Ihre Füße wichtig. Mangelnde Hygiene kann Hautreizungen, Entzündungen oder Fußpilz verursachen.

- Trocknen Sie Ihre Laufschuhe gründlich. Wenn Sie beim nächsten Training die noch feuchten Schuhe anziehen, verformen Sie sie.

- Stellen Sie die Schuhe nicht auf die Heizung oder in die Sonne. Die Hitze schadet dem Material und verkürzt die Lebensdauer Ihrer Laufschuhe.

- Reinigen Sie die Schuhe nicht in der Waschmaschine. Entfernen Sie groben Schmutz mit einer Bürste und reiben Sie dann mit einem feuchten Tuch nach.

- Verzichten Sie auf chemische Reinigungsmittel.

- Reinigen Sie die Einlegesohlen separat. Auch dafür sollten Sie keine Chemikalien verwenden.

Selbst die besten Laufschuhe vollbringen keine Wunder

Bei allem High Tech machen auch die besten Laufschuhe noch keinen Marathon-Sieger aus Ihnen. Erwarten Sie deshalb nicht zu viel und schieben Sie nicht alle Probleme auf die Schuhe. Wenn die Ferse schmerzt oder das Knie ziept, kann das beispielsweise auch an Ihrem Laufstil liegen. Und wenn Ihre Zeiten hinter Ihren Erwartungen zurückliegen, sollten Sie Ihr Training entsprechend anpassen.

Denken Sie daran: Olympia-Gold gewinnt man auch barfuß!

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