Kolumbien ohne Trainer und Sportdirektor

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Maturana ist als Sportdirektor zurückgetreten

Bogotá - Wenige Woche vor Beginn der südamerikanischen Qualifikationsrunde zur Fußball-WM 2014 in Brasilien steht Kolumbien ohne Trainer und Sportdirektor da.

Bogotá (Kolumbien) (SID) - Wenige Woche vor Beginn der südamerikanischen Qualifikationsrunde zur Fußball-WM 2014 in Brasilien steht Kolumbien ohne Trainer und Sportdirektor da. Nach Coach Hernan Dario Gomez ist auch Sportdirektor Francisco Maturana zurückgetreten. Das vermeldete die Tageszeitung El Tiempo am Dienstag.

Gomez reagierte im Anschluss an die Restaurant-Affäre damit offenbar auf eine Forderung von Staatspräsident Juan Manuel Santos, der dem Verband geraten hatte, die Demission des Coaches anzunehmen. Maturana begründete seinen Rücktritt wenige Stunden später mit Differenzen mit der Verbandsspitze.

Staatspräsident Santos empfahl dem Verband sich nach einem ausländischen Nachfolger für Gomez umzusehen: "Ich glaube frische und neue Ideen würden unserem Fußball gut tun." Als Favorit auf die Gomez-Nachfolge gilt der Argentinier Gerardo Martino, der Paraguay zur WM 2010 und ins Finale der Copa America 2011 in Argentinien geführt hatte.

Die Zeit drängt: Bereits am 3. September absolviert Kolumbien in New York ein Länderspiel gegen Honduras. Am 11. Oktober steht für Kolumbien in Bolivien das erste WM-Qualifikationsspiel auf dem Programm.

Gomez hatte vor zwei Wochen seine Demission angeboten, nachdem bekannt geworden war, dass er eine Frau in einem Restaurant in Bogota öffentlich geschlagen hatte. Gomez hatte sich zwar anschließend öffentlich entschuldigt, doch Frauenrechtlerinnen und Sponsoren forderten seinen Rücktritt. Inzwischen hat sich Gomez in psychologische Behandlung begeben.

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