Kölliker ernennt NHL-Profi Goc zum Kapitän

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Marcel Goc ist für den WM-Auftakt optimistisch

Stockholm - Sturm-Hoffnung Marcel Goc wird die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft bei der am Freitag beginnenden WM in Stockholm und Helsinki (bis 20. Mai) als Kapitän aufs Eis führen.

Stockholm (SID) - Sturm-Hoffnung Marcel Goc wird die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft bei der am Freitag beginnenden WM in Stockholm und Helsinki (bis 20. Mai) als Kapitän aufs Eis führen. Der einzige NHL-Profi im deutschen WM-Aufgebot, der erst am Mittwochabend zum Team stieß, war schon bei seinen letzten Länderspielen bei der berauschenden Heim-WM 2010 Spielführer der DEB-Auswahl gewesen.

Als Goc' Assistenten ernannte Bundestrainer Jakob Kölliker Alexander Barta und Kai Hospelt, der in den Vorbereitungsspielen das Kapitänsamt vom verletzten Michael Wolf übernommen hatte.

Vor dem WM-Auftaktspiel am Freitag (12.15 Uhr/Sport 1) in Stockholm gegen Aufsteiger Italien verbreitete der neue Kapitän Optimismus. "Wir müssen zusehen, dass wir einen guten Start ins Turnier erwischen", sagte Goc: "Ich denke, dass wir auf einem guten Weg sind. Die letzten beiden Jahre waren sehr erfolgreich."

Der Stürmer hatte keine Sekunde mit seiner WM-Zusage an Bundestrainer Jakob Kölliker gezögert, nachdem er mit seinem Klub Florida Panthers in den Play-offs der NHL gescheitert war. "Wenn ich kann, bin ich immer gerne dabei", sagte Goc. In bislang 71 Länderspielen erzielte der ehemalige Mannheimer 14 Tore.

Ein Grund für seine Zusage ist sicher auch, dass er endlich mal wieder gemeinsam mit seinem drei Jahre jüngeren Bruder Nikolai (Adler Mannheim) zusammenspielen kann. "Das haben wir schon lange nicht mehr gemacht. Ich freue mich sehr darauf", sagte Marcel Goc.

Der Center hat eine gute NHL-Saison hinter sich, erzielte für die Panthers in 64 Spielen immerhin 13 Tore (19 Vorlagen). Allerdings hatte ihn eine Gehirnerschütterung Mitte November zwischenzeitlich weit zurückgeworfen.

Marcel Goc ist der einzige Kufencrack im deutschen WM-Aufgebot, der sein Geld in der nordamerikanischen Profiliga NHL verdient. Zuvor hatten der verletzte Christian Ehrhoff, Marco Sturm sowie Stanley-Cup-Sieger Dennis Seidenberg und Alexander Sulzer (beide aus privaten Gründen) ihre Teilnahme abgesagt.

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