Kieler Handball-Prozess: Schwenker entlastet

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Schiedsrichter Miroslaw Baum (r.) aus Polen

Kiel - Mögliche Wende im Prozess um angebliche Bestechung: Der vermeintlich geschmierte Schiedsrichter Miroslaw Baum hat die Angeklagten Uwe Schwenker und Zvonimir Serdarusic entlastet.

Kiel (SID) - Mögliche Wende im spektakulären Prozess um angebliche Bestechung im Handball: Der vermeintlich geschmierte Schiedsrichter Miroslaw Baum hat die Angeklagten Uwe Schwenker und Zvonimir Serdarusic entlastet. "Keine Person hat mit mir über das Spiel und eine eventuelle Manipulation gesprochen", sagte Baum vor der Strafkammer des Kieler Landgerichtes: "Es gab keine Mails, keine SMS und kein Telefongespräch."

Der 52-jährige Baum hatte 2007 mit Marek Goralczyk das Champions-League-Final-Rückspiel zwischen dem THW Kiel und der SG Flensburg-Handewitt geleitet. Baum soll dafür nach Meinung der Anklage von den ehemaligen THW-Manager Schwenker und Ex-Trainer Serdarusic bezahlt worden sein, die Partie zu Gunsten der Kieler verschoben zu haben. Rund 92.000 Euro sollen Baum und Goralczyk über einen kroatischen Mittelsmann dafür bekommen haben. Laut Staatsanwaltschaft soll sich Baum zwei Tage vor dem Spiel mit dem Kroaten Nenad Volarevic in Warschau getroffen haben, um das Geld in Empfang zu nehmen.

Er habe Volarevic vor 20 Jahren kennengelernt, sagte Baum: "Es kann sein, dass wir irgendwann einmal zusammen Kaffee getrunken haben, aber ich hatte mit ihm nie etwas zu tun, wenn es um deutsche Klubs ging."

Schwenker und Serdarusic bestreiten, den Sieg gekauft zu haben. Goralczyk, der inzwischen als Generalsekretär des polnischen Handball-Verbandes arbeitet, wird am nächsten Freitag aussagen.

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