Keine Anzeichen für Manipulation bei Zagreb-Spiel

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Keine Anzeichen auf Wettmanipulation

Paris - Die französische Wettkontrollbehörde hat das Champions-League-Spiel zwischen Zagreb und Lyon wegen Anzeichen einer Wettmanipulation untersucht, ist aber nicht fündig geworden.

Paris (SID) - Die französische Wettkontrollbehörde hat das Champions-League-Spiel zwischen Dinamo Zagreb und Olympique Lyon (1:7) wegen Anzeichen einer Wettmanipulation untersucht, ist aber nicht fündig geworden. Es seien bei einer Analyse der Wettbewegungen im Laufe des Donnerstags "keinerlei Unregelmäßigkeiten" festgestellt worden, teilte die Behörde mit.

Die UEFA hatte schon zuvor keine Veranlassung gesehen, eine Untersuchung einzuleiten. Irreguläre Wettmuster seien nicht festgestellt worden, hieß es in einer Stellungnahme der Europäischen Fußball-Union.

Geht es nach Franz Beckenbauer, sollte die UEFA aber dennoch einschreiten. "Die Zagreber Mannschaft hat sich völlig gehen lassen. Ihr Auftreten widerspricht den Kernwerten der UEFA von Fairplay und Respekt. Das ist ein Fall für die UEFA-Disziplinkommission", sagte Beckenbauer der Bild-Zeitung. An Bestechung glaubt auch der "Kaiser" nicht: "So weit will ich nicht gehen."

Der kroatische Serienmeister Zagreb hatte am Mittwochabend bis zur 45. Minute 1:0 geführt, dann wurde er von Lyon überrollt. Stürmer Bafetimbi Gomis gelang der schnellste Dreierpack der Champions-League-Historie, insgesamt traf der französische Nationalspieler viermal. Die zweite Halbzeit endete aus Lyoner Sicht 6:0 - und das in Zagrebs Maksimir-Stadion. Olympique schaffte es mit dem Kantersieg doch noch ins Achtelfinale; vor dem letzten Gruppenspiel hatte "OL" drei Punkte und sieben Tore (!) hinter Ajax Amsterdam gelegen.

Bei Dinamo führte eine der höchsten Pleiten in der Geschichte der Königsklasse zur Entlassung von Trainer Krunoslav Jurcic. Noch in der Nacht musste der Ex-Nationalspieler und WM-Dritte von 1998 seinen Hut nehmen, obwohl er in der kroatischen Liga mit Dinamo auf dem Weg zum siebten Meistertitel in Serie ist.

"Der Vereinsvorstand hat sich direkt nach dem Abpfiff zusammengesetzt und beschlossen, dass wir uns trennen. Das war ein beschämendes Ende unserer Ambitionen in Europa", sagte Dinamo-Geschäftsführer Zdravko Mamic: "Wir hatten langfristige Pläne mit Jurcic, aber diese Niederlage ist schwer zu verdauen."

Zagreb hatte die Gruppenphase ohne Punkt und mit 3:22 Toren aus sechs Spielen als Letzter beendet und darf damit auch nicht in der Europa League weiterspielen.

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