Katjuscha-Profi Galimsjanow positiv getestet

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Dem Radsport-Team Katjuscha droht Dopingskandal

Aigle - Das russische Radsport-Team Katjuscha um den deutschen Manager Hans-Michael Holczer erschüttert ein weiterer Dopingskandal.

Aigle (SID) - Das russische Radsport-Team Katjuscha um den deutschen Manager Hans-Michael Holczer erschüttert ein weiterer Dopingskandal. Der Katjuscha-Profi Denis Galimsjanow ist positiv auf EPO getestet worden und vom Weltverband UCI suspendiert worden. Der Russe, der seit 2009 für Katjuscha fährt, verzichtet auf die Eröffnung der B-Probe, was einem Eingeständnis gleich kommt. Die betreffende Urinprobe war dem 27-Jährigen am 22. März bei einer Trainingskonktrolle entnommen worden.

"Das ist eine schlimme, sehr schlimme Überraschung. Es zerstört neun Monate harter Arbeit mit diesem Team", sagte der frühere Gerolsteiner-Teamchef Holczer dem Magazin VeloNews, "ich kann aber bekräftigen, dass das Team nicht involviert ist. Was auch immer er auch getan hat, er tat es aus eigenem persönlichen Antrieb." In die Ära Holczer fielen bei Gerolsteiner die Dopingfälle Stefan Schumacher und Bernhard Kohl.

Katjuscha, in dessen sportlicher Leitung auch die ehemaligen deutschen Profis Erik Zabel, Christian Henn, Thorsten Schmidt und Uwe Peschel tätig sind, war im Vorjahr bei der Tour de France in negative Schlagzeilen geraten. Dort war der Olympiadritte Alexander Kolobnew als einziger Profi positiv getestet und von der UCI für zwei Jahre gesperrt worden. Der Internationale Sportgerichtshof CAS sprach Kolobnew aber frei, da das im Blut des Russen festgestellte Diuretikum Hydrochlorothiazid (HCT) aus medizinischen Gründen eingenommen worden sei.

Der positiv getestete Galimsjanow gewann in der laufenden Saison eine Etappe der Sarthe-Rundfahrt, im Vorjahr feierte er mit dem Sieg beim traditionsreichen Eintagesrennen Paris-Brüssel seinen bisher größten Erfolg.

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