Jaksche zeigt Verständnis für Ullrich

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Jörg Jaksche zeigt Verständnis für Jan Ullrich

Köln - Der ehemalige Radprofi Jörg Jaksche hat Verständnis für Jan Ullrich und dessen umstrittene Stellungnahme über seinen Kontakt zum mutmaßlichen Dopingarzt Eufemiano Fuentes gezeigt.

Köln (SID) - Der ehemalige Radprofi und geständige Dopingsünder Jörg Jaksche hat Verständnis für den einzigen deutschen Tour-de-France-Sieger Jan Ullrich und dessen umstrittene Stellungnahme über seinen Kontakt zum mutmaßlichen Dopingarzt Eufemiano Fuentes gezeigt.

"Er ist in einer juristisch schwierigen Situation, allein wegen der vielen Eidesstattlichen Versicherungen, die er abgegeben hat. Ich verstehe seine Situation, und er tut mir auch leid. Egal, was er tut, er kriegt immer eins drüber", sagte Jaksche im Interview mit der Welt (Dienstag-Ausgabe).

Gleichzeitig warf Jaksche seinem ehemaligen Teamkollegen Ullrich Naivität im Umgang mit den Dopinganschuldigungen vor. "Sein vielleicht größter Fehler war, dass er sich auf jene Leute, die am meisten von ihm profitierten, weiter verlassen hat. Jeder wusste doch, was Sache war. Von den wichtigen Köpfen im Radsport, die Mitwisser waren und das System mittrugen, wurde Jan etwa dennoch aufgefordert, DNA-Tests machen zu lassen", sagte Jaksche.

Der Internationale Sportgerichtshof CAS hatte Ullrich, den Toursieger von 1997, schuldig gesprochen, gegen die Anti-Doping-Regeln verstoßen zu haben. Danach hatte Ullrich zugegeben, Kontakt zu Fuentes gehabt zu haben und sich dafür entschuldigt. Ein umfängliches Dopinggeständnis legte Ullrich jedoch nicht ab.

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