Inter hofft mit "Anti-Mourinho" auf Neubeginn

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Soll einen Neuanfang starten: Claudio Ranieri

Mailand - Der frühere italienische Fußball-Meister Inter Mailand hofft mit dem neuen Trainer Claudio Ranieri auf einen Neubeginn.

Mailand (SID) - Der frühere italienische Fußball-Meister Inter Mailand hofft mit dem neuen Trainer Claudio Ranieri auf einen Neubeginn. Nach der Trennung vom erfolglosen Gian Piero Gasperini drängt Klubboss Massimo Moratti auf eine sofortige Wende. Ranieris Vorgänger war nach dem 1:3 gegen den Aufsteiger Novara Calcio entlassen worden.

Ranieri hat in Mailand einen Zweijahresvertrag unterschrieben und wird im Jahr 1,5 Millionen Euro plus Prämien kassieren. Der 60-jährige Römer ist beim lombardischen Klub der vierte Coach, der seit dem Abschied von José Mourinho engagiert wurde. Der Portugiese hatte Inter 2010 durch Triumphe in der Champions League, Meisterschaft und im Pokal zum Triple geführt.

"Mein Vorgänger Gasperini wollte seine Ideen umsetzen, es ist ihm nicht gelungen. Ich werde versuchen, diese Mannschaft wieder auf Topniveau zu bringen. Wir müssen mit Enthusiasmus den Neubeginn schaffen. Die Bedingungen für einen Neustart sind vorhanden", versicherte Ranieri. Der neue Coach hat in seiner Karriere unter anderem den AS Rom, FC Chelsea, AC Florenz und FC Valencia trainiert.

Ranieri will die Mannschaft umkrempeln und vor allem auf Wesley Sneijder und Giampaolo Pazzini setzen, um die Mannschaft in der italienischen Meisterschaft und in der Champions League wieder auf Erfolgskurs zu bringen.

Ranieri gilt als "Anti-Mourinho". In den vergangenen Jahren hatte der Römer dem Portugiesen häufig Arroganz vorgeworfen. Mourinho war Ranieri 2004 auf der Trainerbank des FC Chelsea gefolgt.

Mit dem schnellen Trainerwechsel hat Inter Mailand auf seine sportliche Krise reagiert. Nach drei Saisonspielen warten die Lombarden noch auf den ersten Sieg. Dabei war Gasperini als Nachfolger des Brasilianers Leonardo erst im Sommer mit großen Hoffnungen verpflichtet worden.

Gasperini wurden gravierende taktische Fehler vorgeworfen, in Novara präsentierte sich das Starensemble sehr ungeordnet. Fünf Pflichtspiele in Folge ist das Team ohne Sieg, hinzu kommt die Niederlage im Supercup gegen den Stadtrivalen AC Mailand. Zudem setzte es in der Champions League gegen den krassen Außenseiter Trabzonspor im heimischen Giuseppe-Meazza-Stadion ein peinliches 0:1.

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