Heinevetter legt gegen Strombach nach

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Silvio Heinevetter übt weiter Kritik

Köln - Handball-Nationaltorhüter Silvio Heinevetter hat seine Kritik am Präsidenten des Deutschen Handball-Bundes , Ulrich Strombach, bekräftigt und hofft sogar auf dessen Rücktritt.

Köln (SID) - Handball-Nationaltorhüter Silvio Heinevetter hat seine Kritik am Präsidenten des Deutschen Handball-Bundes (DHB), Ulrich Strombach, bekräftigt und hofft sogar auf dessen Rücktritt. "Ich stehe zu dem was ich sage und hoffe, dass ich so den Stein ein bisschen ins Rollen gebracht habe", sagte Heinevetter der Bild und der Berliner Morgenpost und ergänzte: "Es gibt andere Leute, die das besser können, weil sie mehr Ausstrahlung und Charisma haben."

Einmal in Rage geredet, legte der Torhüter der Füchse Berlin gegen den Chef des größten Handball-Verbandes nach: "Wenn die Leute in den entscheidenden Positionen über Jahrzehnte so zusammensitzen und sich vor niemandem rechtfertigen müssen, dann ist das echt ein geiler und sicherer Job."

Der 27-jährige Heinevetter fordert nach dem Olympia-Aus endlich ein Umdenken im Verband. "Ich habe die Befürchtung, dass der DHB das jetzt unter den Tisch kehren will. Aber genau jetzt, nach so einer EM muss etwas passieren. So viele Chancen auf Veränderungen gibt es nicht, jetzt ist es an der Zeit, den Weg in die Zukunft zu gehen", so Heinevetter.

Die deutsche Mannschaft hatte bei der EM in Serbien mit der Niederlage gegen Polen (32:33) im letzten Hauptrundenspiel die noch mögliche Qualifikation für die Olympischen Spiele in London verspielt. Heinevetter hatte Strombach bereits vor dem Abflug aus Belgrad verbal angegriffen ("Ahnung vom Handball hat der nicht, wenn wir ganz ehrlich sind"). Strombach hatte die Kritik des Keepers als "spontane Aussagen eines jungen, unerfahrenen Spielers" abgetan und keine Entschuldigung verlangt.

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