Heidler schlägt Weltmeisterin in Daegu

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Heidler besiegt Lysenko in Daegu

Daegu - WM-Revanche in Daegu: Acht Monate nach ihrer Niederlage bei der WM in Südkorea hat Hammerwurf-Weltrekordlerin Betty Heidler Russlands Weltmeisterin Tatjana Lysenko besiegt.

Daegu (SID) - WM-Revanche in Daegu: Acht Monate nach ihrer unerwarteten Niederlage bei der Leichtathletik-WM in Südkorea hat Hammerwurf-Weltrekordlerin Betty Heidler Russlands Weltmeisterin Tatjana Lysenko besiegt. Mit 77,24 m lag die 28-Jährige deutlich vor der gleichaltrigen Rivalin (76,14), die ihre beste Weite ebenfalls im zweiten Versuch erzielte. Dritte wurde die Chinesin Wenxiu Zhang mit 75,68. Heidler (LG Frankfurt) rückte damit auf Platz zwei der Weltrangliste 2012 hinter die überraschend auf 78,19 m verbesserte Weißrussin Oksana Menkowa vor.

"Ich bin happy über diesen Sieg, vor allem angesichts der Umstände. Nach vier Wochen Südafrika-Trainingslager war ich gerade mal zwei Tage zu Hause, dann gings schon nach Korea. Jetzt bin ich hundemüde", sagte Betty Heidler. Ihr Trainer Michael Deyhle war ähnlich froh. "Ein glänzender Einstieg in die internationale Wettkampfsaison. Mit 77 Metern hatte ich angesichts der strapaziösen letzten Tage nicht gerechnet", meinte der Bundestrainer.

Nur Vierter wurde dagegen an der Stätte seines WM-Triumphes vom September 2011 Matthias de Zordo. Der Saarbrücker Speerwerfer kam im ersten Saisonwettkampf nur auf 79,39 m, die er im zweiten Versuch erzielte. Noch einen Platz hinter ihm landete der Rostocker Mark Frank mit 76,11 m. Sieger wurde der Russi Dmitri Tarabin mit 82,75 m vor dem Finnen Aria Mannio (81,06). "Ich hatte für Matthias zwar auf die Olympianorm von 82 Meter gehofft, aber vielleicht war die lange Anreise zu kurzfristig. Am Samstag wirft er in der Diamond League in Shanghai hoffentlich weiter", sagte Trainer Boris Henry.

Fünf Tage nach ihrem zweiten Platz beim Diamond League-Auftakt in Doha/Katar kam die EM-Zweite Silke Spiegelburg im Stabhochsprung nicht über 4,45 m und Rang drei hinaus. Die Leverkusenerin scheiterte danach dreimal an 4,55 m. Wie in Doha siegte die Russin Anastasia Sawtschenko (4,60), Zweite mit 4,50 m wurde Lacy Janson (USA).

Den Sieg von Doha bestätigte über 100 m auch der nach vierjähriger Dopingstrafe zurückgekehrte Justin Gatlin. Der 100-m-Olympiasieger von Athen 2004 blieb in 9,93 erneut deutlich unter zehn Sekunden und schlug seinen US-Landsmann Mike Rodgers (10,06). An der Stätte seines WM-Triumphes gewann Kirani James (Grenada) die 400 m in 44,72, dagegen unterlag 110-m-Hürden-Weltmeister Jason Richardson in 13,34 Aries Merritt (beide USA/13,21). In 1:43,51 Minuten lief als 800-m-Sieger der Äthiopier Mohammad Aman die weltweit zweitbeste Zeit des Jahres.

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