Harting unzufrieden ins Finale: "Gold muss her"

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Robert Harting erreicht problemlose das Finale

Helsinki - Robert Harting hat problemlos das Diskus-Finale der Leichtathletik-EM in Helsinki erreicht, ist mit seiner Leistung aber noch nicht zufrieden.

Helsinki (SID) - Schlecht geschlafen, Kritik am Ring, Probleme mit der Beinarbeit und keine überzeugende Weite: Weltmeister Robert Harting präsentierte sich etwas unzufrieden, nachdem er am Freitag mit 65,49 m nur als Drittbester der Qualifikation das Diskus-Finale der Leichtathletik-EM in Helsinki (Samstag, 19.10 Uhr) erreicht hatte. Doch für den EM-Zweiten von 2010 und Olympiavierten von 2008 ist dennoch klar: "Über 68 Meter werfen und gewinnen. Gold muss her. Mir fehlen noch zwei wichtige Titel, die will ich in Helsinki und in fünfeinhalb Wochen bei Olympia in London gewinnen."

Nach 64,50 m im ersten Durchgang wollte der erst am Vortag angereiste zweimalige Weltmeister im zweiten Versuch auf Weite gehen. "Das hat nicht ganz geklappt, aber ich weiß auch, woran es liegt: Ich habe schlecht geschlafen, der Ring ist etwas stumpf. Und an der Beinarbeit fehlt es auch noch nach dem intensiven Krafttraining gestern."

Folge war, dass der Weltranglisten-Spitzenreiter (70,66) am frühen Morgen die geforderte Qualifikationsweite von 66,00 m verfehlte. Zweitbester in Gruppe A war Estlands Olympiasieger Gerd Kanter (64,85). Doch in Gruppe B übertrafen zwei Stunden später der Spanier Mario Pestano (66,27) und der Ungar Zoltán Kovágo (65,99) den Berliner 2-m-Mann.

Weiter kam in Gruppe B auch Markus Münch (LG Wedel/Pinneberg) mit 62,83 m. Dagegen scheiterte der Magdeburger Martin Wierig mit schwachen 61,34 m in Hartings Gruppe um drei Plätze am Einzug in den Finalvorkampf der zwölf Besten. Nicht am Start war Litauens zweimaliger Olympiasieger Virgilijus Alekna. Harting: "Nach seiner 70-m-Weite vergangene Woche ist er wohl mein größter Gegner in London."

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