Füchse Berlin im Champions-League-Achtelfinale

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Freut sich über den CL-Sieg: Silvio Heinevetter

Berlin - Nach Meister HSV Hamburg und Bundesliga-Tabellenführer THW Kiel haben die Füchse Berlin als dritter deutscher Vertreter das Achtelfinale in der Champions League erreicht.

Berlin (SID) - Nach Meister HSV Hamburg und Bundesliga-Tabellenführer THW Kiel haben die Füchse Berlin als dritter deutscher Vertreter das Achtelfinale in der Champions League erreicht. Der aktuelle Bundesliga-Zweite feierte am zehnten und letzten Spieltag der Gruppe B einen schwer erkämpften 28:27 (14:13)-Erfolg gegen das sieglose Schlusslicht Bjerringbro-Silkeborg aus dem Land des frischgebackenen Europameisters Dänemark und verbuchte mit dem Einzug in die Runde der letzten 16 den größten Erfolg der Vereinsgeschichte.

Mit elf Punkten war den Füchsen einer der ersten vier Plätze nicht mehr zu nehmen. Die endgültige Position ergab sich erst am Samstagabend nach den beiden übrigen Gruppenspielen (beide 17.00 Uhr). Dabei trafen MKB Veszprem/Ungarn und Gruppensieger Atletico Madrid sowie KS Vive Targi Kielce/Polen und Medwedi Moskau aufeinander.

Die Füchse hatten gegen die Dänen überraschend allergrößte Mühe und lagen über weite Strecken des Spiels in Rückstand, Mitte der zweiten Hälfte sogar mit vier Treffern (19:23). Vor allem im Angriff tat sich die Mannschaft von Trainer Dagur Sigurdsson schwer. Der Abwehr fehlte es an Konsequenz, auch Nationaltorhüter Silvio Heinevetter blieb lange unter seinen Möglichkeiten.

Erst als ihnen die Felle davonzuschwimmen drohten, rafften sich die Füchse auf und starteten zu einer am Ende erfolgreichen Aufholjagd. Begünstigt wurde diese dadurch, dass in der 54. Minute Silkeborgs Kasper Nielsen beim Stand von 25:23 für die Gäste nach einer Roten Karte vom Feld musste. Berlin glich schnell aus, verpasste es jedoch, für die endgültige Entscheidung zu sorgen.

So blieb es bis zum Ende vor 11.900 Zuschauern in der ausverkauften Max-Schmeling-Halle spannend. Nach der Schlusssirene ließ sich die Mannschaft von ihren Fans feiern. Nationalspieler Sven-Sören Christophersen war mit acht Treffern der beste Füchse-Werfer vor Ivan Nincevic (5). Bei den Dänen trafen Nielsen (7) und Rasmus Lauge Schmidt (6), einer von zwei Europameistern beim Vizemeister, am besten.

Dem HSV Hamburg war vor der letzten Partie am Sonntag bei HC Metalurg in Mazedonien der Sieg in der Gruppe C nicht mehr zu nehmen. Den konnte sich der deutsche Rekordmeister THW Kiel in der Gruppe D am selben Tag (16.50 Uhr) bereits mit einem Remis beim direkten Konkurrenten AG Kopenhagen sichern.

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