Handball-Prozess: Widersprüchliche Aussagen

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In Kiel vor Gericht: Ex-THW-Manager Uwe Schwenker

Kiel - Beim Kieler Strafprozess um angebliche Schiedsrichterbestechung im Finale der Handball-Champions League 2007 gibt es widersprüchliche Aussagen.

Kiel (SID) - Widersprüchliche Aussagen beim Kieler Strafprozess um angebliche Schiedsrichterbestechung im Handball: Funktionär Gerd Butzeck hat am neunten Verhandlungstag bestritten, dass der angeklagte Uwe Schwenker im Rahmen einer Party auf Mallorca die Verschiebung des Champions-League-Finales 2007 gegen die SG Flensburg-Handewitt zu Gunsten seines Ex-Klubs THW Kiel zugegeben haben soll.

"Das Thema Champions-League-Finale 2007 war eines unter hundert. Uwe Schwenker war völlig betrunken, er war blitzeblau", sagte Butzeck, Geschäftsführer des "Forum Club Handball" (FCH): "Schwenker hat dummes Zeug geredet. Aber ich kann konkret nicht sagen, welche Geschichten erzählt worden sind."

Mit dieser Aussage widersprach Butzeck der Darstellung des Zeugen Jesper Nielsen. Der Gesellschafter der Rhein-Neckar Löwen hatte bei seiner Befragung gesagt, Butzeck habe ihm erzählt, dass Schwenker im Gespräch mit Butzeck die Manipulation eingeräumt habe. Nielsen war im Gegensatz zu Butzeck im Juli 2007 nicht bei der besagten Feier auf Mallorca dabei.

Ex-THW-Schwenker und Ex-Trainer Zvonimir Serdarusic wird vorgeworfen, die polnischen Schiedsrichter des Finals von 2007 gegen Flensburg bestochen zu haben. 92.000 Euro sollen über einen kroatischen Mittelsmann an die Unparteiischen geflossen sein. Zusätzlich soll Schwenker, so die Anklage, eine THW-Bilanz für das Geschäftsjahr 2007 gefälscht haben. Die beiden Angeklagten bestreiten die Vorwürfe.

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