Handball-Prozess: Schiedsrichter sagt aus

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Baum soll das Finale für Kiel verschoben haben

Hamburg - Der spektakuläre Prozess um die angebliche Schiedsrichterbestechung im Handball gegen Uwe Schwenker und Zvonimir Serdarusic geht in seine heiße Phase.

Hamburg (SID) - Der spektakuläre Prozess um die angebliche Schiedsrichterbestechung im Handball gegen Uwe Schwenker und Zvonimir Serdarusic geht in seine heiße Phase. Beim sechsten Verhandlungstag am Freitag ist der polnische Referee Miroslaw Baum vor die Kieler Strafkammer geladen. Baum soll dafür bezahlt worden sein, das Champions-League-Finale 2007 zu Gunsten des THW Kiel verschoben zu haben.

Rund 92.000 Euro sollen Baum und sein damaliger Partner Marek Goralczyk über einen kroatischen Mittelsmann dafür bekommen haben, beim Final-Rückspiel gegen die SG Flensburg-Handewitt im Sinne des THW zu pfeifen. Schiedsrichter Baum soll sich, so die Staatsanwaltschaft, zwei Tage vor dem Spiel mit dem Kroaten Nenad Volarevic in Warschau getroffen haben, um das Geld in Empfang zu nehmen.

Wie die Angeklagten Schwenker und Serdarusic stritten beide die Vorwürfe nach Bekanntwerden des Skandals im Jahr 2009 kategorisch ab. "Das ist alles ein großer Schock für mich. Seitdem ich davon weiß, bin ich psychisch anschgeschlagen", hatte Baum damals gesagt. Am Freitag, so erhoffen sich die Ermittler, wird mehr Licht auf die Geschehnisse im Frühjahr 2007 fallen. Die Aussage Baums könnte weitreichende Folgen haben. 

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