Handball-EM: Heuberger verzichtet auf Strobel

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Martin Strobel wurde aus dem EM-Kader gestrichen

Ni? - Überraschung in Serbien: Bundestrainer Martin Heuberger hat seinen endgültigen Kader für die Vorrunde der EM benannt und Martin Strobel vorerst aus dem Aufgebot gestrichen.

Nis (SID) - Überraschung in Serbien: Handball-Bundestrainer Martin Heuberger hat seinen endgültigen Kader für die Vorrunde der Europameisterschaft benannt und Martin Strobel vorerst aus dem deutschen Aufgebot gestrichen. Einen Tag vor dem Auftaktspiel am Sonntag gegen Tschechien (17.20 Uhr/ZDF) meldete der 47-Jährige zunächst nur 15 der 16 möglichen Spieler beim Kontinentalverband EHF und verzichtete auf den Spielmacher vom TBV Lemgo. Damit ist der Göppinger Michael Haaß der einzige etatmäßige Mittelmann im deutschen Kader.

"Das Risiko, nicht mehr reagieren zu können, wenn sich ein Spieler verletzt, erschien mir und meinem Co-Trainer Frank Carstens zu hoch", sagte Heuberger nach dem Abschlusstraining am Samstagabend. Strobel reagierte enttäucht: "Ich muss das akzeptieren und hoffen, dass ich irgendwann bei dieser EM noch meine Chance bekomme."

Mit dieser Entscheidung erhält sich Heuberger die Möglichkeit, kurzfristig auf Verletzungen und Ausfälle vor allem auf der Torhüterposition zu reagieren. Der Trainer hatte Balingens Keeper Martin Ziemer zu Hause gelassen und mit Silvio Heinevetter und Carsten Lichtlein nur zwei Keeper mit nach Serbien genommen. Nach Abschluss der Vorrunde dürfen dann noch zwei zusätzliche Spieler, nach der Hauptrunde ein weiterer Akteur nachnominiert werden.

Vor dem EM-Start im südserbischen Nis ist Heuberger optimistisch. "Ich habe einen sehr guten Eindruck von den Jungs, die Vorfreude ist riesengroß. Jetzt wird es Zeit, dass es endlich losgeht", sagte Heuberger. Neben Tschechien sind Außenseiter Mazedonien am Dienstag (18.15 Uhr/ARD) und der WM-Vierte Schweden am Donnerstag (18.15 Uhr/ARD) die weiteren Gegner der deutschen Mannschaft in der Vorrundengruppe B. Bei der EM geht es für die Nationalmannschaft vor allem darum, sich eines der zwei noch verbliebenen Tickets für die olympischen Qualifikationsturniere im Frühjahr zu sichern.

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