Handball-EM: Der Weg ins Halbfinale und zu Olympia

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DHB-Torhüter Heinevetter: EM-Halbfinale im Blick

Belgrad - Die deutschen Handballer stehen bei der EM in Serbien vor einem Endspiel. Nach der 26:28-Niederlage gegen Dänemark muss das Team gegen Polen am Mittwoch unbedingt gewinnen.

Belgrad (SID) - Die deutschen Handballer stehen bei der EM in Serbien vor einem Endspiel. Nach der 26:28-Niederlage gegen Vize-Weltmeister Dänemark muss das Team von Bundestrainer Martin Heuberger gegen Polen am Mittwoch (16.15 Uhr/ZDF) unbedingt gewinnen, um ins Halbfinale einzuziehen. Mit einem Platz unter den ersten Vier hätte die Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) erstmals seit der EM 2008 bei einem Großereignis wieder die Vorschlussrunde erreicht und das Ticket für ein Olympia-Qualifikationsturnier wohl sicher.

Was wäre, wenn ...

... Deutschland gegen Polen gewinnt: Der Weltmeister von 2007 stünde sicher im Halbfinale. Bei einer gleichzeitigen Niederlage Serbiens wäre sogar noch der Gruppensieg möglich.

... Deutschland gegen Polen unentschieden spielt: Die deutsche Mannschaft wäre auf Schützenhilfe der bereits chancenlosen Schweden angewiesen. Sie müssten am Mittwoch gegen Dänemark (18.15 Uhr) mindestens einen Punkt holen. Ansonsten ist Deutschland raus.

... Deutschland gegen Polen verliert: Das Team um Kapitän Pascal Hens wäre definitiv ausgeschieden. Dänemark könnte sich mit einem Sieg gegen Schweden das Halbfinal-Ticket schnappen. Spielen die Dänen allerdings nur remis oder verlieren, wäre Polen - sofern Mazedonien nicht gegen Serbien gewinnt - Gruppenzweiter. Mazedonien hingegen wäre nur bei einem eigenen Sieg und einer gleichzeitigen Niederlage Deutschlands und Dänemarks in der Vorschlussrunde.

Deutschland könnte sich auch bei einem Ausscheiden noch Hoffnungen auf ein Ticket für ein Olympia-Qualifikationsturnier machen - die Lage ist allerdings kompliziert. Denn sollte ein bereits für ein solches Turnier qualifiziertes Team (Kroatien, Spanien, Ungarn, Island, Dänemark) Europameister bzw. Zweiter hinter Frankreich werden, würde Polen als letztjähriger WM-Achter nachrücken. Auch ein drittes der noch nicht qualifizierten Teams (Deutschland, Serbien, Polen, Mazedonien, Slowenien) wäre dabei. Die deutschen Handballer wären in diesem Fall sogar als Gruppenvierter - sofern Slowenien in der parallel ausgetragenen zweiten Hauptrundengruppe schlechter abschneidet und Mazedonien nicht gegen Serbien gewinnt - für das Turnier im Frühjahr qualifiziert. Gleiches gilt für den Fall, dass eines der noch nicht qualifierten Teams Europameister wird.

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