Bin Hamman erhebt schwere Vorwürfe gegen FIFA

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Schwere Vorwürfe: Mohamed Bin Hammam

Kuala Lumpur - Der lebenslang suspendierte Mohamed Bin Hammam hat erneut schwere Vorwürfe gegen den Weltverband FIFA erhoben und dabei erstmals seine asiatische Herkunft ins Spiel gebracht.

Kuala Lumpur (SID) - Der lebenslang suspendierte Mohamed Bin Hammam hat erneut schwere Vorwürfe gegen den Weltverband FIFA erhoben und dabei erstmals seine asiatische Herkunft ins Spiel gebracht. "Wäre ich Europäer oder wäre die Karibik ein Teil Europas, hätten sich weder Joseph S. Blatter noch Jérôme Valcke getraut, uns überhaupt anzufassen. Wären wir Europäer, säßen sie niemals der Ethik-Kommission vor und hätten die Möglichkeit, Menschen rechts und links abzuschlachten, so wie sie es jetzt tun", schrieb der Katarer in einem offenen Brief an Petrus Damaseb, den stellvertretenden Vorsitzenden der Ethik-Kommission der FIFA. Bin Hammam behauptet, er wäre als "Europäer niemals bestraft worden".

Der 62-Jährige forderte Damaseb in seinem Blog zudem auf, gegen den FIFA-Präsidenten Blatter und den FIFA-Generalsekretär Valcke wegen Korruptionsvorwürfen zu ermitteln.

Bin Hammam hatte in den vergangenen Wochen immer wieder mit Vorwürfen gegen die FIFA und vor allem Blatter für Schlagzeilen gesorgt. Im August legte Bin Hammam, ehemaliger Gegenkandidat Blatters bei der FIFA-Präsidentschaftswahl, Berufung gegen seine lebenslange Sperre ein.

Der frühere Präsident des Asiatischen Fußball-Verbandes AFC soll gemeinsam mit dem mittlerweile zurückgetretenen Jack Warner aus Trinidad und Tobago bei einem Treffen der CFU im Mai Stimmen für seine Präsidentschaftskandidatur gekauft haben. Geldgeschenke in Höhe von jeweils rund 40.000 US-Dollar sollen an die Delegierten verteilt worden sein. Dies bestritt Bin Hammam erneut vehement.

Bin Hammam hatte kurz vor der Wahl gegen den Amtsinhaber Blatter Ende Mai seine Kandidatur zurückgezogen, aber stets seine Unschuld beteuert.

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