Greipels Radrennstall droht Dopingskandal

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Greipels Team droht ein Dopingskandal

Brüssel - Dem Radrennstall von Deutschlands Top-Sprinter André Greipel (Rostock) droht kurz vor dem Start der 98. Tour de France (2. bis 24. Juli) ein Dopingskandal.

Vier Jahre später wurde Edita Rumsas, die Ehefrau des Gesamtdritten Raimundas Rumsas (Litauen), am Schlusstag der Tour mit zahlreichen verbotenen Mitteln im Auto festgenommen. Raimundas Rumsas wurde nicht belangt, aber beim Giro 2003 überführt.

Bei Tour-Halbzeit wurde wird die gesamte Mannschaft mit den Stars Richard Virenque (Frankreich) und Alex Zülle (Schweiz) aus dem Rennen genommen. Zahlreiche Razzien veranlassten andere Teams zur Flucht. Nur 14 von 21 Teams und 97 von 198 gestarteten Fahrern beendeten damals die Rundfahrt.

Der "Fall Vansevenant" erinnert an zwei vergangene Tour-Skandale. 1998 war der belgische Teambetreuer des Festina-Rennstalls, Wim Voet, am Vorabend des Tour-Starts an der belgisch-französischen Grenze mit zahlreichen verbotenen Substanzen im Wagen festgenommen worden.

Beim belgischen Omega-Pharma-Lotto-Rennstall stehen auch Sebastian Lang (Sonneberg) und Marcel Sieberg (Castrop-Rauxel) unter Vertrag. Beide sind zusammen mit Greipel für die diesjährige Tour nominiert worden.

Vansevenant, der seine Karriere 2008 beendet hatte, soll Empfänger eines Pakets mit "ultra-modernen Dopingprodukten" gewesen sein, das vor zwei Wochen vom Zoll am Flughafen in Brüssel abgefangen worden war. Der 39 Jahre alte Belgier ist mit drei letzten Plätzen (2006, 2007, 2008) "Rekordgewinner" der Roten Laterne bei der Tour de France.

Brüssel (SID) - Dem Radrennstall von Deutschlands Top-Sprinter André Greipel (Rostock) droht kurz vor dem Start der 98. Tour de France (2. bis 24. Juli) ein Dopingskandal. Der ehemalige Profi und jetzige Mitarbeiter des Omega-Pharma-Lotto-Teams, Wim Vansevenant, soll Dopingprodukte aus Australien importiert haben. Dabei soll es sich um Steroide und Präparate für Blutdoping gehandelt haben. Das berichten die belgischen Zeitungen De Standaard und Het Nieuwsblad. Die belgische Justiz hat ein Verfahren eingeleitet.

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