Gladbach krönt starke Hinrunde mit Pokalsieg

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Erzielte zwei Tore: Gladbachs Marco Reus (r.)

Mönchengladbach - Borussia Mönchengladbach hat ein starkes Jahr mit dem Einzug ins Viertelfinale des DFB-Pokals gekrönt. Der Bundesliga-Vierte bezwang Titelverteidiger Schalke 04 mit 3:1 (1:0).

Mönchengladbach (SID) - Borussia Mönchengladbach hat ein denkwürdiges Jahr mit dem Einzug ins Viertelfinale des DFB-Pokals gekrönt. Der Überraschungs-Vierte der Fußball-Bundesliga bezwang Titelverteidiger Schalke 04 im Achtelfinale verdient mit 3:1 (1:0) und steht erstmals seit 2004 wieder in der Runde der letzten Acht. Zudem sicherte sich der fünfmalige Meister ein "Weihnachtsgeld" in Höhe von 1,2 Millionen Euro.

Juan Arango (18.) und Nationalspieler Marco Reus (56. und 88.) erzielten die Treffer für den Fast-Absteiger der vergangenen Saison, der nun auf das Gesetz der Serie hofft: Zweimal gewann Gladbach bislang ein Pokalspiel gegen Schalke, sowohl 1973 als auch 1995 folgte der Titel. Die Schalker, die durch Julian Draxler in der 70. Minute zum Anschluss kamen, verloren neben der Partie auch Torjäger Klaas-Jan Huntelaar (47.) und Jermaine Jones (90.+2) durch Gelb-Rote Karten.

"Einen schöneren Jahresabschluss kann man nicht haben. Schalke hat nach dem Anschlusstreffer noch einmal Druck gemacht, aber mit dem 3:1 war der Käse gegessen", sagte Gladbachs Sportdirektor Max Eberl, während Schalkes Torschütze Draxler erklärte: "Wir haben uns das Leben mit dem Platzverweis kurz nach der Pause selber schwer gemacht. Das hat der Mannschaft nicht geholfen."

Schon vor Anpfiff hatten sich die Gladbach-Fans bei ihrer Mannschaft und Trainer Lucien Favre für den Höhenflug der vergangenen Monate bedankt. "Letztes Jahr noch am Boden, heute auf dem Weg nach oben. Danke Jungs! Danke Lucien!" stand auf einem Spruchband, das vor der Fankurve hing. Während des Spiels machten zudem erste Gesänge vom Europapokal die Runde.

Die 54.057 Zuschauer im ausverkauften Borussia-Park sahen von Beginn an einen hitzigen Pokalfight der beiden Spitzenteams. Die seit dem 18. März im Borussia-Park ungeschlagenen Gladbacher erspielten sich dabei ein deutliches Übergewicht, ließen aber im Abschluss zunächst die nötige Konsequenz vermissen. Die Gäste aus Gelsenkirchen kamen einzig in der ersten Viertelstunde über den schnellen Jurado zu vereinzelten Offensiv-Aktionen.

Während Borussias Defensive um Abwehrchef Dante und Kapitän Filip Daems geschickt die Räume eng machte und die Torjäger Huntelaar und Raul nahezu abmeldete, fehlte es Schalke an Ideen. Die erste gute Gelegenheit brachte dann gleich die Führung: Eine scharfe Hereingabe von Nationalspieler Marco Reus landete bei Arango, der von der Strafraumgrenze mit einem überlegten Linksschuss ins Netz traf.

Schalke zeigte sich vom Rückstand geschockt und überließ der Borussia nun vollends das Geschehen. Eine Flanke von Patrick Herrmann landete beinahe im langen Eck (26.), ein Distanzschuss von Havard Nordtveit verfehlte das Ziel ebenfalls nur knapp (27.). Auf der Gegenseite hatte Marco Höger bei einem Kopfball die gefährlichste Szene (30.).

Gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit schwächten sich die Schalker dann selbst. Der zuvor nicht verwarnte Huntelaar sah zunächst wegen Meckerns Gelb, nach dem folgenden höhnischen Beifall schickte Schiedsrichter Wolfgang Stark (Ergolding) den Niederländer zum Duschen. Den Platz nutzte die Borussia umgehend. In der 51. Minute scheiterte Mike Hanke noch an Schlussmann Lars Unnerstall, wenig später sorgte Reus aus 25 Metern für das 2:0. In der 70. Minute gelang Draxler der Anschluss, nachdem Torhüter Marc-André ter Stegen einen Schuss von Jurado vor die Füße des U21-Nationalspielers abprallen ließ. Reus sorgte mit seinem zweiten Tor kurz vor dem Ende für die Entscheidung.

Schalkes Trainer Stevens war nicht mit an den Niederrhein gereist. Der Niederländer fehlte wegen der schweren Erkrankung seiner Mutter und wurde erneut von Assistent Seppo Eichkorn vertreten. Bereits in der vergangenen Woche hatte Stevens auf die Reise zum bedeutungslosen Auftritt in der Europa League bei Maccabi Haifa verzichtet, um sich um seine Mutter zu kümmern.

Bei Gladbach verdienten sich Kapitän Filip Daems und Reus gute Noten, bei Schalke überzeugten mit Abstrichen Jurado und Christian Fuchs.

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