Niersbach vermittelt zwischen Löw und Bayern

+
Will vermitteln: Wolfgang Niersbach

Köln - Der designierte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach will den Interessenkonflikt zwischen Bayern München und Bundestrainer Joachim Löw lösen.

Köln (SID) - Der designierte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach will den Interessenkonflikt zwischen Bayern München und Bundestrainer Joachim Löw lösen. Nach Angaben der Bild-Zeitung hat der Generalsekretär des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) Kontakt zu Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge aufgenommen, um im Vorfeld der EM-Endrunde in Polen und der Ukraine (8. Juni bis 1. Juli) drohenden Ärger zwischen dem deutschen Rekordmeister und Löw zu verhindern.

Der Bundestrainer ist nicht begeistert, dass die Bayern für den 22. Mai ein Freundschaftsspiel gegen die Nationalmannschaft der Niederlande vereinbart haben. Löw, der am 11. Mai mit der unmittelbaren EM-Vorbereitung beginnt, fürchtet, dass er in der entscheidenden Phase auf acht Nationalspieler der Bayern verzichten muss.

Sollten die Bayern zudem das Finale der Champions League am 19. Mai im eigenen Stadion erreichen, was Löw natürlich hofft, stünde der Bayern-Block für einen Großteil der EM-Vorbereitung nicht zur Verfügung.

"Ich habe mit Karl-Heinz Rummenigge bereits ein erstes Gespräch geführt und ihn auf die Probleme aufmerksam gemacht, die für die Nationalelf in der Vorbereitung durch dieses Testspiel entstehen können. Wir werden die Problematik jetzt zeitnah in Ruhe besprechen, um eine Lösung zu finden, mit der sowohl der FC Bayern als auch der DFB leben können", sagte Niersbach der Bild.

Das Team von Bundestrainer Joachim Löw bestreitet vom 11. bis zum 18. Mai ein Regenerations-Trainingslager auf Sardinien, anschließend wird bis spätestens 31. Mai in Südfrankreich der Feinschliff vorgenommen.

Die Bayern hatten das Match gegen die Niederlande im Zuge des Streits um die WM-Verletzung von Arjen Robben abgeschlossen. Im Vertrag mit dem niederländischen Verband steht, dass alle deutschen Nationalspieler dabei sein müssen. Dies sind derzeit Torwart Manuel Neuer, DFB-Kapitän Philipp Lahm, Jerome Boateng, Holger Badstuber, Bastian Schweinsteiger, Thomas Müller, Toni Kroos und Mario Gomez.

Auch interessant

Weitere Themen

Kommentare