Fußball EM

Das Fußball EM-Viertelfinale Deutschland gegen Griechenland: Psychologische Herausforderungen

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Deutschland gegen Griechenland im Fußball EM-Viertelfinale 2012 - das sind die psychischen Anforderungen

Heute Abend ist es soweit: Die deutsche Fußball Nationalmanschaft tritt im EM-Viertelfinale gegen die Griechen an. Mit welchem großen Druck die Spieler dabei umgehen müssen und wie der Sieg errungen werden kann überlegt Sportpsychologe Jörg Schönenberg.

Geduldig und handlungsorientiert bleiben

Die Deutsche Nationalmannschaft geht als klarer Favorit in das EM-Viertelfinale gegen Griechenland. Das ist für eine Mannschaft immer ein spezieller Druck, da fast Jeder von ihr den Sieg erwartet. Ein Sieg wird von den Meisten als Selbstverständlichkeit gesehen, eine Niederlage wird dagegen schnell als Blamage hingestellt. So eine Situation kann sich bei einem Spieler ungewollt im Unterbewusstsein auswirken und möglicherweise (vor allem, wenn es nicht nach Plan läuft) ungünstig auf das bewusste Denken und Handeln auswirken. Dies kann auch dann eintreten, wenn der Spieler vor der Begegnung beispielsweise versichert, den Gegner nicht unterschätzen zu wollen.

Doch das deutsche Fußballteam hat es in der Tat selbst in der Hand, dieses brisante Spiel für sich zu entscheiden. Die deutsche Mannschaft weiß, was sie im Spiel gegen Griechenland erwartet, und sie wird durch den Bundestrainer Jogi Löw und sein Betreuer-Team in jeder Hinsicht hervorragend darauf eingestellt sein.

Nun geht es darum, an die eigenen Stärken und an seine bsonderen Qualitäten zu glauben, und dies auf dem Platz auch von der ersten bis zur letzten Minute auszustrahlen. Bei der erwarteten Spielweise des Gegners scheint dabei vor allem wichtig, die Tugend „Geduld“ zu nutzen und Handlungsorientierung zu bewahren. Handlungsorientierung meint hier, dass sich jeder einzelne Spieler und das gesamte deutsche Team ganz und gar auf das Umsetzen der eigenen Fähigkeiten und Stärken konzentriert. In diesem Fall bedeutet das zum Beispiel durch viel Bewegung und temporeiches Spiel den Gegner konzentriert und geduldig unter Druck zu setzen, und ihn damit irgendwann zu fatalen Fehlern zu zwingen. Die sich daraus ergebenden Chancen gilt es dann eiskalt auszunutzen. So kann die deutsche Mannschaft trotz des Drucks hoffen, ihre Fans nicht zu enttäuschen und heute Abend im EM-Viertelfinale auch mithilfe der Sportpsychologie als Sieger aus dem Spiel gegen die Griechen hervorzugehen.

 

Jörg Schönenberg

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