Studie

Belastung und Erholung im Nachwuchsfußball

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Eine Studie über Belastung und Erholung im Nachwuchssport.

Zur Bedeutung von Belastung und Erholung im Nachwuchssport gibt es nur wenige Studien. Das Ziel einer niederländischen Studie war es, die Beziehung zwischen Trainingsbelastung, Erholungsfähigkeit und deren Einfluss auf monatliche Belastungstests zu untersuchen, um Trainingsempfehlungen entwickeln zu können.

In Form eines quasi-experimentellen Versuchsaufbaus wurden die Trainingseinheiten von 18 jugendlichen Elitefußballern in Form von Trainingstagebüchern protokolliert. Dabei wurden die einzelnen Trainingseinheiten hinsichtlich ihrer Belastung von den Sportlern bewertet, außerdem wurde die Rate of Perceived Exertion (RPE) ebenso erfasst wie die Regenerationsqualität (TQR).

Daraus wurden jeweils die wöchentliche Trainingsdauer (TLd), die Trainingsbelastung (Dauer x RPE einer Trainingseinheit = TLrpe) und die TQR-Punkte für den Zeitraum von 1 Woche und von 2 Wochen vor einem Leistungstest berechnet und bewertet. Die monatlichen Leistungstests bestanden aus einem Shuttle- Run-Test. Die Teilnehmer verbrachten im Mittel 394,4 Minuten ± 134,9 Minuten Trainings- und Wettkampfzeit bei einer mittleren RPE von 14,4 ± 1,2 (ziemlich schwer) und einer TQR von 14,7 ± 1,3 (gute Regeneration).

Die Auswertung ergab außerdem, dass zusätzliche Trainingszeit die Leistung in den Feldtests verbesserte. Weder die RPE noch die TQR waren für eine Prognose der Leistungsfähigkeit in den Feldtests geeignet. Die Belastung in der Woche vor einem Test steht in engem Zusammenhang mit der gemessenen Leistungsfähigkeit im Test.

Die Autoren empfehlen den regelmäßigen Einsatz von Feldtests, um die Trainingsanpassungen der einzelnen Spieler und der gesamten Mannschaft zu kontrollieren und in die Trainingsplanung einfließen zu lassen. Es zeigt sich in dieser Studie, wie sehr die Belastungssteuerung auch von der Erholungsfähigkeit abhängt und dass regelmäßige Leistungskontrollen die Trainingssteuerung unterstützen. 

 

Journal of Strength and Conditioning Research, 2010, Bd. 24 (3), S. 597–603

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