Athletiktraining im Fußball (Teil 4)

Technik und Beweglichkeit im Fußball

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Beweglichkeit und Technik spielen im Athletiktraining für Fußballer eine große Rolle

Athletik beinhaltet auch Technik, Koordination und Beweglichkeit. Daher sollten diese Aspekte im Fußballtraining nicht fehlen. Lesen Sie effektive Tipps und ein Fazit unserer vierteiligen Serie zum Athletiktraining.

Technik/Koordination

Wie eingangs dargestellt, wird die Disziplin der Koordination oftmals nicht dem Athletik-, sondern dem Fußballtrainer zu geordnet. Dies ist im Rahmen der Erlernung und Spezifisierung einer Technik auch richtig, jedoch sollte die Anpassung eines vorhandenen Technikniveaus an eine verbesserte physische Leistungsfähigkeit unbedingt mit dem Athletiktrainer kombiniert werden. Dies begründet auch Franco Impellizerri, Zürich, bei der Präsentation seiner Studie „Aus Spielanalysen abgeleitetes (physiologisches) Anforderungsprofil im Fußball“ wie folgt:

Die technischen Fertigkeiten nehmen ab, wenn hochintensives Training nicht mit Techniktraining kombiniert wird, insbesondere bei kurzen Pässen und Schüssen.“ Hieraus wird also die notwendige Kombination aus athletischen Koordinations- und technischem Fußballtraining im Rahmen der physiologischen Leistungsverbesserung deutlich.

 

Beweglichkeit/Gewandheit

Abschließend, aber nicht weniger wichtig, ist es, die Beweglichkeit zu thematisieren. Jede Sportart bedingt, dass aufgrund der spezifischen Belastungscharakteristik eine entsprechende Beweglichkeit bzw. Beweglichkeitseinschränkung im zeitlichen Verlauf manifestiert wird. In Abhängigkeit dieser Beweglichkeit werden dann immer die Funktionalität und die Bedeutung für die Verletzungsanfälligkeit diskutiert. Hierzu gehören auch die Themen muskuläre Dysbalance und Fasziensystem, bzw. das Spannungsgefüge des Fasziensystems im Körper.

Wie überall anders auch gibt es auch hier 2 Lager, das eine, welches die Beweglichkeit über die sportartspezifsche Anforderung hinaus erweitern möchte (im Sinne einer Wiederherstellung des natürlichen Bewegungsniveaus), und das andere, welches die Beweglichkeit im Rahmen des sportartspezifischen Profils beibehalten und eine Stabilisierung von diesem erreichen will. Nach unserer Auffassung ist der zweite Ansatz aus Gründen der Prävention und Funktionalität als besser zu bewerten, da mit einer über dem Anforderungsprofil agierenden Beweglichkeit auch immer ein erhöhter Gelenkradius und damit eine höhere Verletzungsanfälligkeit verbunden sind. Weiter ist aus ökonomischen Gründen jede überflüssige Bewegungsaktivität im kumulierten Spielverlauf auch kontraproduktiv.

Für den Bereich der Gelenkstabilisierung im Rahmen der Beweglichkeit und für den Bereich der muskulären Dysbalancen, wie der damit verbundenen gesteigerten Verletzungsanfälligkeit, ist ein spezifisches Krafttraining zur Reharmonisierung des Gelenkgleichgewichts im spezifischen Bewegungsprofil zu empfehlen.

 

Fazit

Das Thema des sportartspezifischen Athletiktrainings ist, insbesondere im Profisport, sehr komplex und sollte von Experten in unmittelbarer Zusammenarbeit mit der medizinischen Abteilung übernommen werden.

Ein einfaches eindimensionales Krafttraining, welches die wesentlichen Übungen mit den notwendigen Methoden organisiert, kann jedoch schon unter qualitativer Übungseinweisung und Anleitung im Breiten-/Freizeitsport erfolgversprechend umgesetzt werden.

Das online Portal www.traifit.de bietet unter anderem einen solchen Trainingsplan an. Das Besondere hierbei ist, dass alle Trainingspläne wissenschaftlich entwickelt und tausendfach in der Praxis erfolgreich erprobt sind.

 

Jörn Menger

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