Fußball-Saisonstart in Spanien weiter gefährdet

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Keine Einigung im Streit, keine Torejagd: Forlan

Madrid - Der Saisonauftakt in der spanischen Primera Division am Samstag und Sonntag ist mehr denn je gefährdet.

Madrid (SID) -

Der Saisonauftakt in der spanischen Primera Division am Samstag und Sonntag ist mehr denn je gefährdet. Gespräche zwischen der spanischen Fußball-Liga LFP und der Spielergewerkschaft AFE scheiterten am Mittwoch. "Wir haben keine Einigung erzielt", sagte LFP-Präsident José Luis Aztiazarán. Am Freitag soll es aber eine weitere Verhandlungsrunde geben.

Damit bleibt der in der letzten Woche erlassene Aufruf zum Streik weiter bestehen. Weil die Klubs etwa 200 Spielern in der vergangenen Saison insgesamt rund 50 Millionen Euro Gehalt schuldig geblieben sind, hatte die Spielergewerkschaft die Fußballer der ersten und zweiten Liga dazu aufgerufen, die Arbeit an den ersten beiden Spieltagen niederzulegen.

"Es gibt noch große Meinungsunterschiede, aber wir arbeiten weiter", sagte Aztiazarán. Seinen Angaben zufolge gebe es unterschiedliche Auffassungen in Bezug auf 20 Prozent der strittigen Fragen. In 80 Prozent hingegen herrsche Einigkeit.

Luis Gil von der Spielergewerkschaft ergänzte: "Wir werden die nächsten Stunden und Tage nutzen. Das größte Problem ist, dass die Spieler Garantien wollen. 200 warten noch auf Geld." Eine Ausweitung des Streiks über das erste Punktspielwochenende hinaus hält er für unwahrscheinlich. Allerdings lautet seine Forderung: "Klubs, die ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen, sollen zwangsabsteigen."

Spaniens Trainer unterstützen die Fußball-Profis der ersten und zweiten Liga bei ihrem geplanten Streik "bedingungslos". In einer Mitteilung der Nationalen Vereinigung der Fußballtrainer ANEF hatten sie die Forderungen der Spieler als "überwältigend gerecht und von dringender Notwendigkeit" bezeichnet.

Welt- und Europameister wie Real Madrids Torwart Iker Casillas oder Barcelonas Kapitän Carles Puyol unterstützen den Streikaufruf gleichfalls. Zudem hatte ANEF-Präsident Xavier Juliá beklagt, dass es "immer mehr zur Gewohnheit wird, dass neben Spielern auch Trainer und Physiotherapeuten auf ihre Gehälter warten müssen".

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