Vibrationstraining und Regeneration

Das Vibrationstraining verbessert die Regenerationsfähigkeit nicht

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Immer aggressiver preisen die Hersteller so genannter Vibrationstrainingsgeräte ihre Produkte an. „Fit mit 10 Minuten Training“ oder sogar das „Zerschießen von Fettzellen“ wird da versprochen. Diesen Werbeaussagen liegen aber keine seriösen Untersuchungen zugrunde.

Eine weitere proklamierte Wirkung – die verbesserte Regenerationsfähigkeit – wurde nun in einer Untersuchung von neuseeländischen Wissenschaftlern widerlegt.

Eine Gruppe trainierter Sportler lief 2 konstante Läufe bei 60 und bei 80 % der VO2peak. Das ist die am Ende der Belastung üblicherweise erreichte Sauerstoffaufnahme, die aber nicht mit der VO2max verwechselt werden darf. Nur wenn in der VO2 ein „levelling off“ – ein sich stabilisierender Faktor – erkennbar ist, kann von der VO2max gesprochen werden. Im Anschluss an die Tests wurde ein 3000-m- Lauf auf Zeit oder ein 8 x 400-m-Intervalltraining durchgeführt. Die gesamte Testbatterie musste von den Probanden 2-mal durchlaufen werden: 1 Durchgang als Kontrolle und 1 mit Intervention. Dabei wurde 2-mal 15 Minuten lang eine 12-Hz-Ganzkörpervibration angewendet und 24 Stunden später wurden die Läufe wiederholt. Danach konnten keine positiven Effekte des Vibrationstrainings auf den Blutlaktatspiegel, die Sauerstoffaufnahme oder auf Marker zu Muskulaturschädigungen festgestellt werden.

So kann aus den Ergebnissen geschlossen werden, dass der Einsatz des Ganzkörpervibrationstrainings bei 12 Hz die Regenerationsfähigkeit nicht beeinflusst. Wenn Sie diese gezielt beeinflussen wollen, scheint die aktive Erholung in Form von lockeren Läufen oder Fahrten mit dem Fahrrad die bessere Alternative zu sein.

European Journal of Applied Physiology, 2009, Bd. 105, S. 421–428.

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