Trainingsplanung 

Funktional heißt Training individuell planen

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Planung ist wichtig fürs Training.

Hört man Functional Training, drängen sich immer noch die Bilder amerikanischer Footballer und Athleten auf. Funktionelles Training ist jedoch nicht allein für Hochleistungssportler sinnvoll. Jeder Sportler muss individuell gesehen werden und ein Trainingsprogramm auf seine Ziele ausgerichtet sein.

Entscheidet sich ein Mensch für das Training bei einem Spezialisten, arbeitet dieser mit den wertvollsten Gütern eines Menschen: der Freizeit und der Gesundheit. Die Schwierigkeit bei der Arbeit mit den meisten Menschen besteht dann nicht allein im Erstellen einer inhaltlich funktionellen Trainingseinheit, sondern darin, die Zeit um das Training herum auch zu beeinflussen. Füllt ein Mensch seine Woche mit vier Stunden Training bleiben immer noch 164 Stunden Zeit, in denen Ernährung und das allgemeine Verhalten wie z.B. Schlaf und Stress die Trainingseffekte konterkarieren können. Als Trainerin oder Trainer müssen Sie immer auch versuchen, neben dem Training gegen die restliche Zeit anzukommen. Insbesondere bei Zielstellungen rund um das Thema Abnehmen und Fettverbrennung sieht Bell die Ernährung als wichtigsten Faktor. Ist das Ernährungsverhalten nicht optimal, kann auch ein Training nicht helfen! 

Fortschritte überprüfen 

Wenn Sie Ihren Sportlern auch langfristig Entwicklungen und Trainingsfortschritte ermöglichen wollen müssen Sie auch sehr detailgetreu arbeiten. Neben der Trainingsplanung können Instrumente, die Ihnen Informationen zu Ihren Kunden geben helfen. Beispielsweise liefert der „Functional Movement Screen“ Hinweise zu den orthopädischen Voraussetzungen und den Bewegungsmöglichkeiten Ihrer Sportler. Anhand der Ergebnisse eines solchen Tests lassen sich Übungen ins Training einplanen und Fortschritte in der Beweglichkeit und muskulären Ansteuerung objektiv betrachten. Viele Trainer und Physiotherapeuten vertrauen bereits auf dieses Screeningverfahren, das hilft, die Trainingsinhalte deutlich besser auf den Sportler und seine Bedürfnisse und Zielstellungen hin auszurichten. Empfehlenswert sind aber auch Tests für die Ausdauerleistungsfähigkeit. Die Spiroergometrie ist hier ein sehr gut geeignetes Verfahren, mit dem sich die aktuelle Ausdauerleistungsfähigkeit einschätzen lässt und eventuelle Einschränkungen erkennbar sind. Sollten Sie selber nicht über die Möglichkeiten eines solchen Tests verfügen, sind Kooperationen mit Ärzten und ortsansässigen Instituten denkbar. 

Inhalte planen und vorbereiten 

Das Ausrichten der Trainingseinheiten Ihrer Sportler an den jeweiligen Bedürfnissen und Zielen erfordert, dass Sie sich intensiv vorbereiten. Zum einen müssen Sie die persönlichen Zielstellungen abklären und mit dem Sportler abgleichen, wie diese erreicht werden können. Letztendlich dürfen Sie als Trainer nicht einfach Übungen nachmachen, die sie irgendwo gesehen haben - Sie müssen verstehen, wie Bewegungen funktionieren und welche Trainingsanpassungen Sie ansprechen möchten. Michael Boyle trat in diesem Zusammenhang auf dem Functional Training Summit 2013 als Gegner von Übungen auf, bei denen es allein um Unterhaltung oder Zirkuscharakter geht. Seiner Meinung nach kam das „funktionelle Training“ in Verruf, weil einfach viele Trainer unsinnige Inhalte in ihre Trainingsprogramme eingebaut haben. 

Fazit 

Das beständige Fortbilden und Erweitern der eigenen Horizonte ist für Trainer, Physiotherapeuten, Sportwissenschaftler und Trainer essentiell. Lesen Sie viel Fachliteratur. Die Chance bei einer Veranstaltung die internationalen Größen der Funktional Training Szene zu Treffen bietet sich wieder im kommenden Jahr, wenn in München erneut der Summit stattfindet. Das Programm und die Inhalte sind dabei für Ärzte, Trainer, Physiotherapeuten und Sportwissenschaftler gleichermaßen interessant!

Dennis Sandig

 

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