Fitnesstraining

Die guten Vorsätze - Trainingsplan nach Neujahr

+

Direkt nach Weihnachten kommt es: Neujahr, das neue Jahr! Es gibt dazu Glücksklee, Glücksschweine und dann ein Feuerwerk, um die bösen Geister zu vertreiben. Und jedes Jahr die gleichen Rituale – oder auch nicht?

Die Zeit „zwischen den Jahren“ möchte man immer gut nutzen und es hört sich immer so an, als hätte man sehr viel Zeit. Dabei sind es nur ein paar Tage, die in der Regel mit ausschlafen, ausruhen und gemütlich „rumhängen“ oder einem Besuch bei der Familie gefüllt sind. Oft findet man auch endlich Zeit, sich mit Freunden zu treffen oder gemütlich durch die Stadt zu schlendern und Weihnachtsgeschenke umzutauschen oder Gutscheine einzulösen.

Was kommt aber dann? Silvester, Neujahr: Dann kommt die Zeit für neue, gute Vorsätze. Oder nicht? Ich glaube mittlerweile, die Menschheit ist zweigeteilt. Eine Hälfte nimmt sich etwas vor für das neue Jahr – die andere Hälfte nimmt sich bewusst nichts vor. Das geschieht oft vor dem Hintergrund vermeintlich zu wissen, dass diese Vorsätze doch oft zum Scheitern verurteilt sind.

Was ist die Kunst, die Vorsätze, falls man sie hat, auch in die Tat umzusetzen? Da gibt es viele Tricks und Tipps, die individuell ausprobiert werden wollen. Ein Tipp ist, möglichst vielen Menschen von dem Vorhaben zu erzählen, das erhöht den Druck, bei den Vorsätzen zu bleiben. Oder keine Zettel überall hinlegen oder kleben, die an das Vorhaben erinnern.

Was wollen Sie erreichen?

Ganz wichtig ist natürlich, dass man sich vorher genau überlegt hat, was man erreichen möchte. Wenn möglich sollte man genau aufschreiben, wie es aussehen soll, was man erreichen möchte. Wenn möglich, das Ganze (falls es ein sportliches Ziel ist) in einen Jahrestrainingsplan packen. Es reicht beispielsweise nicht zu sagen: Ich will schneller schwimmen! Es ist wichtig genau zu definieren, was ich genau möchte. Zum Beispiel: Ich möchte beim nächsten Wettkampf (an diesem Datum) eine bestimmte Strecke in einer bestimmten Zeit schwimmen.

Der nächste Schritt ist dann zu überlegen, was muss ich tun, damit ich dieses Ziel erreiche. Wer kann mir helfen? Muss ich mehr oder intensiver trainieren? Vielleicht in ein Trainingslager fahren? Brauche ich Technik-Training? Muss ich zusätzlich etwas ändern? Brauche ich mehr Zeit für Regeneration, oder mehr Athletiktraining? Stimmt meine Ernährung? Bin ich ganz gesund?

Wenn der Plan dann steht ist es ebenso wichtig, sich Zwischenziele zu setzen und diese auch gebührend zu honorieren und zu feiern. Man könnte sich zum Beispiel als Belohnung für ein erreichtes Zwischenziel einen neuen Badeanzug schenken (die Belohnung lässt sich auf alle Sportarten übertragen, neues Laufshirt, neues Radshirt ect.)

Motivation ist entscheidend!

Die Motivation ist dabei ein wichtiger Punkt, manchmal geht sie zwischendrin verloren. Das ist nicht weiter schlimm, solange man nach kurzer „Pause“ wieder einsteigt. Deshalb ist es wichtig, die Familie, den Freundes- und Bekanntenkreis einzuweihen. So wird man gut aufgefangen und im Motivationsloch aufgefangen und wieder angetrieben.

Die Klassiker der guten Vorsatze sind: ich höre auf zu Rauchen, ich werde weniger trinken, ich werde 10 Kilo abnehmen oder ich fange mit Sport an.

Der „Ich melde mich im Fitness-Studio an und mache Sport“ -Vorsatz ist in jedem Fitness-Studio ab Mitte Januar deutlich erkennbar. Leider machen viele den Fehler, zu schnell zu viel zu wollen und dann verlieren sie den Spaß. Ich versuche den hochmotivierten Neumitgliedern zu erklären, dass es nicht sinnvoll ist, an 7 Tagen in der Woche und womöglich auch immer das Gleiche zu trainieren. Oder nur Kurse zu besuchen oder nur Geräte zu machen. Maßvoll, divers und intelligent zu trainieren, das ist die Kunst. Dabei hilft Ihnen ein professioneller Trainingsplan. Dann wird es nicht langweilig und die neuen Mitglieder bleiben dabei. In dieser Zeit spielt die Motivation durch Trainer und Freunde auch eine große Rolle.

Leider wird in den Medien sofort nach Weihnachten die Phase des „Weg-mit-dem-Speck-Diät-Wahns“ eingeläutet. Besonders unsinnig finde ich den Ansatz, mit Radikal-Diäten „10 Kilo in 4 Wochen“ abnehmen zu wollen. Es ist bekannt, dass es nicht funktioniert, aber der gesunde Menschenverstand schaltet sich wohl nach dem „sündigen“ Weihnachtsfest direkt aus.

Der Spruch „Man wird nicht zwischen Weihnachten und Neujahr dick – sondern zwischen Neujahr und Weihnachten“ hat durchaus seine Berechtigung.

Das ganze Jahr aufs Gewicht achten!

Sinnvoll ist , das ganze Jahr über auf das Gewicht zu achten. In meinen Kursen arbeiten wir immer „jahreszeitenangepasst“ an der Figur. Im Frühjahr arbeiten wir für die Bikini-Figur im Sommer und ab Herbst damit das das „kleine Schwarze“ unter dem Weihnachtsbaum gut passt. Und zwischendrin gibt es Aktionen, um Platz für Schoko-Osterhasen auf der Hüfte zu schaffen. Und die Weihnachtsplätzchen nicht zu vergessen! Ab und zu sollte man sich Belohnungen gönnen und ohne schlechtes Gewissen genießen.

Ob ich gute Vorsätze habe? Ja, die habe ich. Jedes Jahr nehme ich mir vor, mehr Rad zu fahren – meistens klappt es nicht. Aber den Vorsatz fasse ich trotzdem jedes Jahr und es kann bei mir nur besser werden, vor allem, wenn man an seinen Zielen festhält. Für dieses Ziel habe ich zur Unterstützung meine Freundin Sophie gewonnen, die mir bei der Umsetzung hilft und mich mit dem Rad über die Felder scheucht.

Es gibt ebenso viele Menschen, die sich nichts vornehmen! Das hat auch seine Vorteile, man muss sich und anderen nichts beweisen.

Was lernen wir? Es ist gut, sich immer wieder Gedanken über Ziele und Herausforderungen zu machen und sie „im Auge zu behalten“. Manchmal klappt es, manchmal nicht. Dann kann man trotzdem sagen: Der Weg ist das Ziel – und jeder Weg beginnt mit einem ersten Schritt.

Monika Sturm-Constantin

 

Auch interessant

Kommentare