Les mills

Group Fitness: Was ist Les Mills?

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Les Mills ist ein Trend im Bereich der Group Fitness

Fitnesskurse haben längst nichts mehr mit den teils skurrilen Aerobicübungen in bunten Ganzkörperanzügen der 70er gemeinsam. Qualität und Vielzahl des Kursprogramms haben sich in den letzten Jahrzehnten massiv weiterentwickelt und bieten heutzutage Abwechslung und Training der Spitzenklasse. Ganz vorne mit dabei ist das neuseeländische Unternehmen Les Mills.

Die Erfolgsgeschichte von Les Mills International begann wie so oft als kleines Familienunternehmen. Leslie Roy Mills hatte sich als olympischer Goldmedaillengewinner im Diskus und Bürgermeister von Auckland in Neuseeland bereits einen Namen gemacht, bevor er eine Fitnesskette eröffnete. Sein Sohn Phillip unterstützt ihn und entwickelte eigene Kurskonzepte. Nach großem Erfolg in ihrer Heimat entschieden sie sich dafür die Programme international zu vermarkten – Les Mills International war geboren.

Das erste nationale Programm war BodyStep (heute LMI Step) und wurde bald darauf durch BodyPump ergänzt, welches als erstes internationales Konzept präsentiert wurde. Inzwischen umfasst das Angebot 10 Fitnesskurse, welche die unterschiedlichsten Bereiche des Trainings zu aktueller Musik abdecken.

Ein großes Team bestehend aus Sportwissenschaftlern, Physiotherapeuten und Ärzten arbeitet heute daran alle drei Monate neue Choreografien für jedes einzelne Format auszuarbeiten, wobei besonders Wert darauf gelegt wird, dass möglichst viele Menschen mit unterschiedlichem Alter und Veranlagung gemeinsam trainieren können. Die fertigen Releases werden dann niedergeschrieben, gefilmt und weltweit verkauft.

Das Geheimnis liegt neben einer cleveren Vermarktung in den fünf Grundrichtlinien des Unternehmens. Hierbei steht jedes Programm auf vier Säulen, welche zusammen die fünfte ergeben. Jeder Trainer muss in seiner Ausbildung die Technik, die Choreografie, das Coaching und das Connecting meistern, eh alles zusammen die Magic ergibt. Was im ersten Moment etwas esoterisch klingt, ist auf den zweiten Blick harte Arbeit und schafft ein Kurserlebnis der Spitzenklasse. Die Grundlage ist immer eine saubere Technik und das sichere Beherrschen der aktuellen Choreografie, was ein gutes Musik- und Taktgefühl voraussetzt. Um nicht nur selbst sauber zu arbeiten, muss als nächstes das Erklären und Anleiten der Teilnehmer perfektioniert werden. Mit diesen drei Elementen lässt sich ein gutes Workout durchführen, aber es fehlt der Spaßfaktor und die Motivation. Daher geht es im vierten Punkt darum eine Verbindung mit und zu den Teilnehmern aufzubauen. Meistert man diese Punkte und es gelingt mit kleinen Gesten, Mimik und Worten einen besonderen Moment zu schaffen, entsteht Fitness Magic. Diese führt dazu, dass die Teilnehmer immer wiederkommen und sich mit Les Mills identifizieren.

Was für Kunden gut klingt, ist auch für Studioleiter lukrativ. Lange Kundenbindung und eine hohe Weiterempfehlungsquote machen einen modernen Kursbereich fast unverzichtbar.

Nach Angaben von Les Mills arbeiten weltweit über 13.000 Fitnessclubs in 75 Ländern mit den unterschiedlichen Kursformaten des Unternehmens – davon allein 950 in Deutschland. Geschätzte 6 Millionen Teilnehmer trainieren, schwitzen, tanzen und springen nach dem Rhythmus von Les Mills jede Woche.

 

Marcel Kremer

 

Quellenangabe

www.lesmills.com

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