Functional Training

Training Digital: Work Out vor der Smarttrainer

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Work Out vor dem Smarttrainer: Die Kamera zeichnet alles auf und korrigiert.

Auf der FIBO wurde das digitale Trainingssystem Pixformance mit dem Innovation Award 2014 ausgezeichnet. Wir haben mit Oliver Schulokat gesprochen, wie das System genau funktioniert.

trainingsworld.com: Pixformance – wie genau steckt dahinter? 

Oliver Schulokat: Pixformance steht für ein intelligentes Trainingssystem für Functional Training. Bisher war es sowohl im Gruppen- als auch im Einzeltraining so, dass das Training von Menschen betreut und gemacht wurde: Trainingspläne erstellt, Übungen angewiesen wurden und auch die Korrekturen von Trainern gemacht wurden. Wir haben ein System entwickelt, das mit moderner Technik Einzug in diese Metier hält.

Verbindung von Online-Trainingsplan und Studio

trainingsworld.com: Wie genau funktioniert das? 

Oliver Schulokat: Pixformance besteht quasi aus zwei Modulen. Das ist zum einen eine webbasierte Plattform. Zum anderen gibt es einen Pixformance Smarttrainer. Auf der Plattform gibt der Trainierende seine körperlichen Gegebenheiten ein: körperliche Konstitution, Trainingsziele, Trainingszustand und auch die Zeit, die man wöchentlich fürs Training investieren kann. Dann geht es zu einer Zielplanung und über die Zielplanung zur Trainingsplanung. Jeder wählt seinen persönlichen Trainingsplan, den er natürlich auch selber aufstellen kann. Dieser Plan wird auf eine QR-Code gespeichert. Diesen kann man mit sich tragen und dann beim Smarttrainer einlesen. So erkennt dieser das Trainingsprogramm, welche Übung als erstes, zweites oder drittes dran ist, zeigt diese Übung. 

Korrektur über eine hochauflösende Kamera

Im Anschluss führt der Trainierende die Übung vor dem Smarttrainer aus. Über eine integrierte Kinetkamera – sehr hochauflösend und empfindlich – die sich sehr genau anschaut, wie die Bewegungen sind, welche richtig und welche falsch sind. Bei falschen Bewegungen wird man korrigiert und bekommt nach der Übungsausführung ein Rating, hinsichtlich der Bewegungsradius, -weite, -genauigkeit und auch des -tempos sowie der Wiederholungszahl. Nach jeder Übung bleibt die Übung sechs Sekunden stehen und man bekommt einen „Result-Check“. Online kann man natürlich alles noch etwas länger anschauen. All diese Ergebnisse werden automatisch in die Interplattform geschoben, so dass man im Anschluss über PC Tablet oder Handy jede einzelne Übung anzuschauen, die Ergebnisse anzugucken. So hat man eine gute Dokumentation und kann sich anschauen, wie die Trainingsergebnisse über einen bestimmten Zeitraum gewesen sind und sich entwickelt haben. Personal Trainer können dies natürlich auch alles für Ihre Schützlinge nutzen. 

trainingsworld.com: wie viele Übungen sind denn in dem System hinterlegt? Kann ich alle Übungen machen? 

Oliver Schulokat: Aktuell sind in der Datenbank 100 funktionelle Übungen hinterlegt. In erster Linie mit Kurz- und Langhanteln und mit Medizinbällen. Wir produzieren gerade pro Monat rund 30 neue Übungen, die gerade die Themen TRX und Kettlebell mit integrieren. Zudem auch noch andere Kleingeräte, die im Functional Training eine Rolle spielen. 

Pixformance kann den Trainer nicht ersetzen, aber ergänzen

trainingsworld.com: Kettlebellübungen sind technisch schwer zu erlernen und nicht ganz ungefährlich. Sollte da nicht ein Trainer dabei sein? 

Oliver Schulokat: Der Smarttrainer ersetzt definitiv nicht den Trainer zu 100 Prozent – er ist eine Hilfe. Eine Hilfe für den Personal Trainer, dass er vielleicht den Schützling dazu bekommt, dass er noch ein, zwei Mal zusätzlich in der Woche am Pixformance-Gerät trainiert. Im Club ist es so, dass es eine Unterstützung für die Trainer ist, die permanent im Trainingsbereich korrigieren müssen.

trainingsworld.com: Wie weit ist Pixformance bisher verbreitet? 

Oliver Schulokat: Wir haben Pixformance offiziell im April 2014 auf der FIBO gelauncht. Es ist etwas aus dem Konzept von Mrs.Sporty entstanden. Rund 200 dieser Clubs haben Pixformance Geräte integriert, in den neuen Clubs wird nur noch mit unseren Geräten gearbeitet. Ansonsten sind wir gerade dabei, es auch der restlichen Fitnessbranche und anderen Bereichen, z. B. Reha und Hotels, anzubieten. Wir sehen, dass dort eine große Nachfrage ist.

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