Fechten

Einführung in das Fechten - Fechtsportwaffen

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Florett, Säbel und Degen sind Waffen des Fechtsports. Wie unterscheiden sie sich?

Es gibt drei unterschiedliche Disziplinen bzw. Waffenarten im Fechtsport. Dazu zählen Florett, Säbel und Degen. Die Unterschiede der einzelnen Waffen wie Gewicht, Länge und Trefferfläche sollen hier näher unter die Lupe genommen werden.

Das Florett

Das Florett hat ein Gesamtgewicht von 500 g und eine Länge von 1,10 m, vom Knauf bis zur Spitze gemessen. Die Florettklinge hat eine Länge von 90 cm. Sie unterteilt sich in drei gleich lange Teile: Klingenstärke, Klingenmitte und Klingenschwäche. „Die Klingenstärke ist der breiteste, kräftigste Teil und liegt der Glocke am nächsten“.(1,2) Danach folgt die Klingenmitte, mit mittlerer Stärke und anschließend die flexible Klingenschwäche.

Die Trefferfläche beim Florettfechten ist lediglich der Rumpf des Gegners – hierbei eingeschlossen sind sowohl Bauch als auch Rücken. Ein Treffer wird ab ca. einer Kraft von 4,9 Newton (500 g Prüfgewicht) gesetzt. Die Beine, sowie die Arme und die Maske sind derzeit ungültige Trefferflächen. Ab dem 01.10.2009 wurde der elektrische Maskenlatz für das Florett verpflichtend, womit der Latz der Maske (nicht die ganze Maske) zur gültigen Trefffläche wurde.

 

Der Säbel

Der Säbel wiegt 500 g. Seine maximale Länge beträgt 105 cm. Er ist eine Hieb- und Stichwaffe. Die meisten Treffer werden durch Hiebe, d. h. mit der Schneide der Waffe gesetzt. Wie beim Florett muss der Treffer mit einer Auftreffkraft, die dem Gewicht von mindestens 500 g entspricht, gesetzt werden. Die gültige Trefferfläche ist der Oberkörper oberhalb der Hüfte inklusive der Arme und der Maske. Die gültige Trefferfläche ist von einer elektrisch leitenden Brokatweste bedeckt, die Oberfläche der Maske ist ebenfalls leitend.(3,4,5) Beim Säbelfechten finden die schnellsten Aktionen des Fechtsports statt.

 

Der Degen

Der Degen ist eine reine Stichwaffe und hat ein Gesamtgewicht von 750 g und eine Länge von 110 cm. Beim Degenfechten besteht die gültige Trefferfläche aus dem ganzen Körper. Um einen Treffer setzen zu können, muss die Spitze mit einer Mindestkraft, die einem Gewicht von 750 g entspricht, aufkommen. Das Degenfechten ist wegen der erlaubten Hand- und Fußtreffer von sehr präzisen Bewegungen und taktischem „Abtasten“ der Absichten des Gegners gekennzeichnet. 

  

Caroline Trautmann

 

Literaturverzeichnis

1. Gaugler, W.M., Fechten. Für Anfänger und Fortgeschrittene. Florett, Säbel, Degen.Nymphenburger: München, 2004

2. Nostini, R., Die Kunst des Florettfechtens, Verlag Weinmann: Berlin, 1994.

3. Barth, B., Beck, E., Fechttraining. Meyer& Meyer Verlag: Aachen, 2000.

4. Barth, B., Barth, K., Ich trainiere Fechten. Meyer& Meyer Verlag: Aachen, 2005.

5. Bau, S., Orthopädische Checkliste: Fechten. Sportorthop Sporttraumatol. 2003;19, S. 284- 285.

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