Fall Ullrich: CAS verlängert Urteilsfrist

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Jan Ullrich muss sich weiter in Geduld üben

Lausanne - Jan Ullrich muss sich weiter in Geduld üben. Der Internationale Sportgerichtshof CAS hat die Entscheidung im Fall des einzigen deutschen Tour-de-France-Siegers erneut vertagt.

Lausanne (SID) - Jan Ullrich muss sich weiter in Geduld üben. Der Internationale Sportgerichtshof CAS hat die Entscheidung im Fall des einzigen deutschen Tour-de-France-Siegers am Montag erneut vertagt. Das höchste Sportgericht erklärte, dass "die dreimonatige Frist zur Urteilsverkündung" bis zum 10. Februar ausgedehnt werde. Damit wurde der Schiedsspruch bereits zum dritten Mal hinausgeschoben.

Ullrichs Lager wollte die Mitteilung nicht näher kommentieren. "Wir wundern uns", teilte PR-Berater Falk Nier dem Sport-Informations-Dienst (SID) lediglich mit. Eine schriftliche Stellungnahme des gebürtigen Rostockers zu seiner Vergangenheit und den Zukunftsplänen wird damit ebenfalls weiter auf sich warten lassen.

Ullrich hatte gehofft, dass nach mehr als fünf Jahren der Fall um seine Verwicklung in die Affäre um den mutmaßlichen Dopingarzt Eufemiano Fuentes in Kürze beendet werden könnte. Die Affäre war einen Tag vor dem Start der Tour de France 2006 aufgedeckt worden.

Ende November hatte der CAS ein zweigeteilte Entscheidung herausgegeben. Den Einspruch der Schweizer-Anti-Doping-Agentur Antidoping gegen die Einstellung von Ullrichs Doping-Verfahren durch den Schweizer Verband hatte der CAS abgelehnt. Stattgegeben hatte der CAS indes der Berufung des Radsportweltverbandes UCI und ein Urteil zunächst innerhalb von sechs Wochen angekündigt.

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