Evans schon in Tour-Form - Ciolek Siebter

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Evans (r.) gewinnt die erste Etappe der Dauphiné

Saint-Vallier - Tour-de-France-Sieger Cadel Evans präsentiert wenige Wochen vor dem Start seiner Titelverteidigung schon in guter Form und siegt auf der ersten Etappe beim Critérium du Dauphiné.

Saint-Vallier (SID) - Tour-de-France-Sieger Cadel Evans präsentiert wenige Wochen vor dem Start seiner Titelverteidigung schon in ausgezeichneter Form. Der 35 Jahre alte Australier gewann nach einer energischen Attacke am letzten Anstieg die erste Etappe beim Critérium du Dauphiné. Nach 187 km von Seyssins nach Saint-Vallier ließ Evans im Spurt seine Fluchtgefährten Jérôme Coppel (Saur-Sojasun) aus Frankreich und Andrej Kascheschkin (Kasachstan/Astana) hinter sich.

Als bester Deutscher belegte Gerald Ciolek (Köln/Quickstep) im Sprint der Verfolger mit vier Sekunden Rückstand Platz sieben. Teamkollege Tony Martin (Cottbus) kam ebenfalls mit der zweiten Gruppe ins Ziel und behauptete seinen fünften Gesamtrang vor dem Rostocker Paul Martens (Rabobank). Neuer Träger des Gelben Trikots ist der Brite Bradley Wiggins (Sky). Der als aussichtsreich gestartete John Degenkolb (Gera/Argos) verlor nach einem technischen Defekt über drei Minuten auf den Tagessieger.

Einen empfindlichen Dämpfer vor den Saisonhighlights musste der Spanier Samuel Sanchez (Euskaltel) hinnehmen. Der Olympiasieger von Peking stürzte schon nach etwa 50 km schwer, quälte sich aber mit großem Rückstand bis ins Ziel. Ersten Vermutungen zufolge hat sich Sanchez offenbar Rippenbrüche zugezogen. In schlechter Verfassung zeigte sich Evans' Konkurrent Andy Schleck (Luxemburg/RadioShack), der am letzten Anstieg abgehängt wurde und wie Degenkolb über drei Minuten einbüßte.

Am Dienstag führt die 160 Kilometer lange zweite Etappe der Dauphiné über hügeliges Terrain von Lamastre nach Saint-Félicien. Nach insgesamt 1051,7 km erreicht das Peloton am Sonntag (10. Juni) in Chatel das Ziel. Die Rundfahrt im Südosten Frankreichs ist neben der Tour de Suisse der letzte Härtetest vor der Tour de France.

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