Entscheidung im Fall Contador verzögert sich

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Verzögerung im Fall Contador

Lausanne - Die Dopingaffäre um Alberto Contador nimmt kein Ende. Der Internationale Sportgerichtshof CAS teilte mit, dass mit dem Urteil erst in der Woche ab dem 31. Januar zu rechnen sei.

Lausanne (SID) - Die Dopingaffäre um den dreimaligen Tour-de-France-Sieger Alberto Contador nimmt kein Ende. Der Internationale Sportgerichtshof CAS teilte am Montag mit, dass mit dem Urteil erst in der Woche ab dem 31. Januar 2012 zu rechnen sei. Das höchste Sportgericht begründete die Verzögerung mit den veröffentlichten Gerüchten um die Integrität der Richter-Kommission mit dem Israeli Ephraim Barak, dem Deutschen Ulrich Haas und dem Schweizer Quentin Byrne-Sutton.

Der CAS sei "sehr enttäuscht" über diese Gerüchte, hieß es, werde aber zu den Vorwürfen "keine Stellung" nehmen. Man habe die betreffenden Parteien aufgefordert, zu sagen, ob sie die Zusammensetzung der Kommission anzweifelten. Alle Antworten seien aber negativ gewesen, so dass die Arbeit nun fortgesetzt werden könne. Dieser "bedauerliche Vorfall" habe das Gremium jedoch in Verzug gebracht.

Bei der Anhörung zum Fall Contador in Lausanne Ende November soll laut Medienberichten ein Hauptzeuge der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) nicht zugelassen worden sein, was beinahe zu einem Eklat geführt habe. Außerdem hatte Flavio Becca, Mäzen des Radteams RadioShack-Nissan, die Unabhängigkeit der Kommission öffentlich angezweifelt.

Alberto Contador war im Juli 2010 bei der Tour de France positiv auf Clenbuterol getestet worden. Weil der spanische Verband RFEC ihn aber von jeder Schuld freigesprochen hatte, brachten WADA und der Radsportweltverband UCI den Fall vor den CAS. Bei einem Schuldspruch würde Contador nicht nur für zwei Jahre gesperrt, sondern bekäme auch seinen Tour-Sieg von 2010 aberkannt.

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