Ende des Streiks in Italien rückt näher

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Regierung Berlusconi verzichtet auf Sondersteuer

Rom - Die Politik hat den Weg für ein Ende des Streiks im italienischen Fußball frei gemacht. Die Regierung Berlusconi verzichtet auf die geplante Sondersteuer für Besserverdiener.

Rom (SID) - Die Politik hat den Weg für ein Ende des Streiks im italienischen Fußball frei gemacht. Die Regierung Berlusconi verzichtet in ihrem milliardenschweren Sparpaket auf die geplante Sondersteuer für Besserverdiener, die auch Fußballer hätten entrichten müssen. Wer diese Steuer zahlen sollte, war einer der großen Streitpunkte zwischen der Serie A und der Spielergewerkschaft AIC bei der Erstellung des neuen Rahmenvertrags gewesen.

Verhandelt werden muss nun noch die Forderung der Vereine, ihren Kader im Training in Gruppen aufteilen zu können. Die Gewerkschaft befürchtet, dass Ersatzspieler durch diese Regelung ausgegrenzt werden könnten.

Gianluigi Abete, Präsident des nationalen Fußball-Verbandes FIGC und der Vermittler im Streit, hält nun eine Einigung für zwingend. "Die Meisterschaft muss am zweiten Spieltag am 10. September beginnen, das ist Pflicht", sagte er.

Das fordert auch Liga-Chef Maurizio Beretta, der erklärte, es wäre "verrückt, keine Einigung zu finden. Wir haben Verpflichtungen den Tifosi gegenüber. Wir haben zehn Tage Zeit, uns zu einigen. Dieser Streik hilft niemandem, ein weiterer bestreikter Spieltag würde einen schweren Imageschaden bedeuten. Wir brauchen eine Lösung, die sowohl die Fußballer als auch die Klubs zufriedenstellt."

Gesprächsbereitschaft signalisiert nun sogar der ansonsten störrische Gewerkschaftsvorsitzende Damiano Tommasi. "Wir wollen mit einem unterzeichneten Rahmenvertrag die Meisterschaft beginnen. Das ist das Mindeste für die Profis, die schon seit mehr als einem Jahr auf eine Einigung warten. Ich hoffe, dass in der Liga die Vernunft siegen wird", sagte Tommasi.

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