Dortmund lässt sich blenden

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Salihovic per Freistoß zum Sieg für Hoffenheim

Sinsheim - Der Meister Borussia Dortmund hat sich von den Lobeshymnen blenden lassen. Der BVB zeigte am zweiten Spieltag eine schwache Leistung und unterlag 0:1 (0:1) bei 1899 Hoffenheim.

Sinsheim (SID) - Der deutsche Fußball-Meister Borussia Dortmund hat sich von den Lobeshymnen nach dem Auftaktsieg gegen den Hamburger SV (3:1) offenbar blenden lassen. Die Dortmunder zeigten am zweiten Bundesliga-Spieltag eine unerwartet schwache Leistung und unterlagen 0:1 (0:1) bei 1899 Hoffenheim. Der Bosnier Sejad Salihovic sorgte mit einem tollen Freistoß aus knapp 30 Metern früh für die Entscheidung (9.).

Die 30.150 Zuschauer in der ausverkauften Rhein-Neckar-Arena sahen in der Anfangsphase starke Gastgeber. Die Mannschaft des neuen Trainers Holger Stanislawski, der vor seiner Heimpremiere noch nie gegen Dortmund gewinnen konnte, überraschte den BVB unter den Augen von Bundestrainer Joachim Löw mit ihrer aggressiven und offensiven Spielweise.

Den Hoffenheimern, die in der vergangenen Saison als einziges Team nicht gegen den BVB verloren (ein Remis, ein Sieg) hatten, war das Fehlen von Matthias Jaissle, Gylfi Sigurdsson, Boris Vukcevic, Vedad Ibisevic und Neuzugang Knowledge Musona nicht anzumerken. Zunächst traf der Brasilianer Roberto Firmino die Latte (6.), dann erzielte Salihovic in großartiger Manier sein zweites Saisontor.

Erst nach dem Rückstand wachten die zunächst lethargisch wirkenden Dortmunder, die ohne Neven Subotic (Faserriss im Adduktorenbereich) und Torjäger Lucas Barrios (Muskelbündelriss) auskommen mussten, auf. Der BVB, bei dem Nationalspieler Marcel Schmelzer nach fast sechswöchiger Verletzungspause wieder im Kader stand, übernahm das Kommando.

Überzeugen konnten die Westfalen aber dennoch nicht. Dem Spiel des BVB fehlte das gewohnte Tempo, viele Pässe kamen nicht an, das Umschalten von Offensive auf Defensive funktionierte zum Leidwesen des verärgerten Trainers Jürgen Klopp nicht so gut wie zuletzt.

Auch der gefeierte Jung-Nationalspieler Mario Götze konnte kaum Akzente setzen. Erst in der 31. Minute fiel Götze durch die Vorarbeit zur ersten guten BVB-Möglichkeit durch Kevin Großkreutz auf. Gegen Ende des ersten Durchgangs wurde Götze allerdings besser und hatte starke Szenen.

Nach dem Seitenwechsel kamen die Hoffenheimer wie zu Beginn besser aus den Startlöchern. Erneut war es Firmino, der die erste gute Möglichkeit vergab (53.). Eine Minute später nahm Klopp seinen müden Jungstar Götze vom Feld, kurz darauf musste auch der schwache Ilkay Gündogan Platz machen (55.).

Der Pole Jakub Blaszczykowski und Neuzugang Ivan Perisic sollten für mehr Schwung sorgen. Tatsächlich hatte Perisic nach Vorarbeit Blaszczykowskis die Chance zum Ausgleich (59.). Nur vier Minuten später traf Perisic per Kopf das Lattenkreuz. Seine dritte Möglichkeit innerhalb kurzer Zeit vergab Perisic in der 65. Minute. In dieser Phase drängte der BVB, deren lautstarker Trainer Klopp kurz vor einem Verweis auf die Tribüne stand, vehement auf den Ausgleich. Hoffenheim lauerte auf Konter.

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