Doping-Vorwürfe: Armstrong attackiert USADA erneut

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Lance Armstrong greift die USADA weiter an

Washington-Arlington-Alexandria - Ex-Radprofi Lance Armstrong fährt im Kampf gegen die Anklage wegen Dopingmanipulation weiter schwere Geschütze auf.

Washington (SID) - Ex-Radprofi Lance Armstrong fährt im Kampf gegen die Anklage wegen Dopingmanipulation weiter schwere Geschütze auf. Der siebenmalige Tour-de-France-Sieger hat die US-Anti-Dopingagentur USADA erneut hart attackiert. In einem Brief vom Mittwoch stellt Armstrong erneut die Glaubwürdigkeit der geständigen Dopingsünder Floyd Landis und Tyler Hamilton infrage, deren Aussagen die USADA verwendet. Die USADA habe ihre eigenen Regeln verletzt, weil sie Armstrong Informationen dazu zu spät geliefert habe.

"Die USADA hat keinen Respekt vor ihrem eigenen Protokoll, vor Fairness oder der allgemeinen Vorstellung von Anstand", heißt es in dem Schreiben, das der Washington Post vorliegt und von Armstrongs Anwalt Robert Luskin unterschrieben ist. USADA-Chef Travis Tygart sagte, die Agentur habe nur Informationen weitergegeben, die ohnehin bereits öffentlich bekannt waren. Die USADA hat die, nach eigenen Angaben, mehr als zehn Zeugen bisher nicht öffentlich bekannt gemacht, um sie vor einer Einflussnahme zu schützen.

Die Beweise umfassen eine Aufzeichnung des Interviews von Hamilton in der Sendung "60 Minutes" im Jahr 2011 und eine schriftliche Mitteilung von Landis an den US-Radsportverband aus dem Jahr 2010. Beide beschuldigten Armstrong des Dopings. Landis, erklärte Armstrong, sei ein geständiger Lügner, seine Behauptungen wie auch die von Hamilton seien nachweislich falsch.

Außerdem sei die USADA gar nicht zuständig, da die Gerichtsbarkeit beim Internationalen Radsportverband UCI liege. Zudem sollen alle Anschuldigungen den Zeitraum vor dem 12. Juni 2004 betreffen und damit außerhalb der Acht-Jahres-Frist der Welt-Anti-Dopingagentur (WADA) liegen.

Mitte Juni hatte die USADA Armstrong formal des Dopings angeklagt. Bei einer Verurteilung droht dem 40-Jährigen neben einer lebenslangen Sperre auch die Aberkennung seiner Titel.

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