Djokovic nach Sieg über Murray im Finale

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Novak Djokovic steht im Finale von Melbourne

Melbourne - Novak Djokovic hat seine Mission Titelverteidigung im Halbfinale der Australian Open fortgesetzt und ist nur noch einen Sieg von seinem dritten Melbourne-Titel entfernt.

Melbourne (SID) - Novak Djokovic hat seine Mission Titelverteidigung im Halbfinale der Australian Open fortgesetzt und ist nur noch einen Sieg von seinem dritten Melbourne-Titel entfernt. Der topgesetzte Serbe bezwang in einer Neuauflage des letztjährigen Endspiels den Schotten Andy Murray in 4:50 Stunden mit 6:3, 3:6, 6:7 (4:7), 6:1, 7:5. Vor den Augen der australischen Premierministerin Julia Gillard endete damit Murrays Siegesserie unter seinem neuen Trainer Ivan Lendl nach zuvor zehn Erfolgen in Folge.

Im Finale am Sonntag (09.30 Uhr MESZ) trifft Djokovic auf French-Open-Sieger Rafael Nadal. Der Spanier hatte am Donnerstag das Duell der Giganten gegen Grand-Slam-Rekordgewinner Roger Federer (Schweiz) in vier Sätzen für sich entschieden. Nadal hat die Australian Open 2009 gewonnen, allerdings die letzten sechs Vergleiche gegen den Weltranglistenersten Djokovic verloren.

Die Entscheidung im Semifinale fiel, als Djokovic im fünften Satz das Break zum Matchgewinn glückte. Zuvor hatte der 24-Jährige eine 5:2-Führung verspielt. Er verwandelte seinen ersten Matchball und ließ sich dann rücklings auf den Boden fallen, ehe er sich bekreuzigte.

Nachdem Djokovic den ersten und Murray den zweiten Satz dominiert hatte, stand der dritte Durchgang lange auf des Messers Schneide und dauerte insgesamt 88 Minuten. Vor 15.000 Zuschauern in der ausverkauften Rod-Laver-Arena konnte der Schotte bei Stand von 4:5 sogar drei Satzbälle des "Djokers" abwehren, ehe er im Tiebreak kühlen Kopf bewahrte und sich selbst belohnte. Doch anstatt selbstbewusst die Führung zu nutzen, kassierte Murray gleich zu Beginn des vierten Satzes zwei Breaks und lag schnell mit 0:4 hinten.

Murray leistete sich in der spannenden, aber keineswegs hochklassigen Partie 86 unbedrängte Fehler und konnte nur sieben von 24 Breakchancen nutzen. Djokovic machte 69 "unforced errors". Der Serbe hatte im vergangenen Jahr bei den Australian Open eine beeindruckende Siegesserie gestartet. Nach 41 Erfolgen in Folge wurde er erst im Halbfinale der French Open im Juni von Federer gestoppt. Neben den Grand Slams in Melbourne und Paris hatte Djokovic 2011 auch die US Open gewonnen.

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