Dakar: Villiers/von Zitzewitz erneut Vierte

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Zum dritten Mal auf Rang vier: Giniel De Villiers

San Juan - Aufatmen im Fahrerlager der Rallye Dakar: Der Franzose Sebastien Coué ist im Krankenhaus in San Rafael aus dem Koma erwacht und auf dem Weg der Besserung.

San Juan (Argentinien) (SID) - Aufatmen im Fahrerlager der Rallye Dakar: Der Franzose Sebastien Coué, der am Montag auf der zweiten Etappe bewusstlos in den Dünen von El Nihuil gefunden wurde, ist im Krankenhaus in San Rafael aus dem Koma erwacht und auf dem Weg der Besserung. "Sein Zustand hat sich stetig verbessert, seit er mit einer schlimmen Hyperthermie (Wärmestau, Anm.d.R.) eingeliefert worden ist", sagte Klinikchef Armando Dauverné der französischen Nachrichtenagentur AFP. "Alle Eckdaten sind normal, Coué ist guter Dinge", so Dauverné weiter.

Anlass zur Freude hatte auch Dirk von Zitzewitz (Karlshof), der mit seinem südafrikanischen Piloten Giniel De Villiers nach der dritten Etappe der legendären Wüstenrallye von San Rafael nach San Juan zum dritten Mal in Folge als Vierter ins Ziel kam und sich in der Gesamtwertung auf Rang drei verbesserte. "Ein atemberaubender Dakar-Tag, keine Frage. Unser Imperial Toyota Hilux lief wie ein Uhrwerk, wir haben keine Fehler gemacht und haben Reifenschäden vermieden. Wir können rundum glücklich mit den ersten drei Dakar-Etappen sein," sagte von Zitzewitz, der gemeinsam mit seinem südafrikanischen Partner 2009 die Rallye gewann und 2010 Gesamtzweiter wurde.

Der Etappensieg auf der insgesamt 291 Kilometer langen Strecke ging nach 208 Wertungskilometern in 2:26:51 Stunden an den Spanier Juan Roma. Vorjahressieger Nasser Al-Attiyah (Katar) musste sich im Hummer mit Rang drei hinter dem Polen Krzysztof Holowczyc (Mini) begnügen. Holowczyc übernahm nach Platz zwei die Führung in der Gesamtwertung (5:51:06 Stunden) vom französischen Rekordgewinner Stéphane Peterhansel, der die Ziellinie im argentinischen San Juan mit mehr als sechs Minuten Rückstand als Siebter überquerte.

Peterhansel hatte bis zum zweiten Kontrollpunkt in Führung gelegen, musste dann jedoch die Konkurrenz ziehen lassen. Im Gesamtklassement liegt der Mini-Pilot nun mit 2:41 Minuten Rückstand auf dem fünften Platz hinter dem US-Amerikaner Robby Gordon (0:54 Minuten zurück), de Villiers (1:40) und Roma (1:50).

Bei den Motorradfahrern sicherte sich der Franzose Cyril Desprès (KTM) nach 3:48:28 Stunden den Etappensieg und übernahm auch die Führung in der Gesamtwertung (7:31:42 Stunden). Dabei profitierte Desprès von einem Fahrfehler des bisherigen Spitzenreiters und spanischen Vorjahressiegers Marc Coma. Der Dauerrivale von Desprès führte das Klassement bis zum dritten Kontrollpunkt an, folgte dann jedoch der Strecke, die den Autos vorbehalten war und hat nun 10:12 Minuten Rückstand auf den neuen Führenden in der Gesamtwertung. Der Niederländer Frans Verhoeven erreichte das Ziel in San Juan als Zweiter vor dem Portugiesen Paulo Goncalves.

Für die 33. Rallye Dakar hatten sich insgesamt 465 Wettbewerber aus 50 Nationen in die Starterlisten eingetragen. Das Rennen führt im weiteren Verlauf durch Chile und endet nach insgesamt 8500 Kilometern am 15. Januar in der peruanischen Hauptstadt Lima. Bereits am Sonntag hatte die Rallye wieder ein Todesopfer gefordert. Motorrad-Pilot Jorge Martinez Boero starb nach einem Unfall auf der ersten Etappe.

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