Dakar: Peterhansel verteidigt Führung in den Dünen

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Holt sich die Führung zurück: Marc Coma

Nazca - Nach einer Schrecksekunde in den tiefen Dünen vor Nasca hat Dakar-Rekordsieger Stéphane Peterhansel bei der drittletzten Etappe der Dakar-Rallye seine Führung behauptet.

Nasca (SID) - Nach einer Schrecksekunde in den tiefen Dünen vor Nasca hat Dakar-Rekordsieger Stéphane Peterhansel bei der drittletzten Etappe der Dakar-Rallye seine Führung behauptet und damit weiter beste Chancen auf seinen zehnten Triumph. Zwar war der Franzose mit seinem Mini des hessischen X-raid-Teams in einem tiefen Sandloch steckengeblieben und hatte beim Ausgraben des Autos rund eine Viertelstunde verloren, seinem spanischen Teamkollegen Joan Roma passierte wenige Meter weiter aber ein ähnliches Missgeschick, sodass er "Peter" auf der insgesamt 657 Kilometer langen Etappe von Arequipa nach Nasca in Peru mit 245 Wertungskilometern lediglich 2:49 Minuten abnehmen konnte. In der Gesamtwertung liegt Roma jetzt genau 20 Minuten zurück.

Platz drei behaupteten souverän Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz (Südafrika/Karlshof) in ihrem Toyota Hilux, die 1:32 Minuten schneller waren als Roma und in der Tageswertung Rang drei belegten. In der Gesamtwertung liegen sie 1:06,40 Stunden hinter Peterhansel und noch fast 40 Minuten vor NASCAR-Star Robby Gordon aus den USA (1:44:04), der in seinem Hummer am besten durch die Dünen gekommen war und die Etappe mit mehr als 15 Minuten Vorsprung vor einem weiteren X-raid-Mini von Leonid Nowizki/Andreas Schulz (Russland/München) gewann. Gordon, der nach einem Protest gegen seinen Wertungsausschluss nur noch unter Vorbehalt fährt, hatte am Donnerstag 1:50 Stunden verloren und seine letzten Sieghoffnungen begraben müssen.

"Ich hatte Angst, die ganze Rallye zu verlieren. Ich dachte, das war's", beschrieb Peterhansel den Moment des Festfahrens: "Es kam mir wie eine Ewigkeit vor, bis wir da wieder raus waren. Danach musste ich Vollgas fahren und alles riskieren. Ich bin völlig fertig." Roma hatte Peterhansel im Sand stecken sehen und war zunächst noch gewarnt. "Aber dann haben wir wenig später ein anderes Loch getroffen", sagte er. "Ein echtes Dünenmehr, richtiger Afrika-Style. Das war heute wirklich ein schwieriger Dakar-Tag. Die Navigation hatte es in sich", meinte von Zitzewitz.

Bei den Motorrädern hat sich Vorjahressieger Marc Coma auf der drittletzten Etappe mit dem Tagessieg die Führung von seinem Rivalen Cyril Despres zurückgeholt. Der Spanier Coma war auf den 504 Kilometern, die die Motorradfahrer zwischen Arequipa und Nasca in Peru mit einer Wertungsprüfung von 245 Kilometern absolvieren mussten, 3:57 Minuten schneller als sein KTM-Kollege Despres aus Frankreich, der vor allem auf den letzten Kilometern zum Ziel durch zu vorsichtige Fahrweise Zeit einbüßte und in der Tageswertung nur auf Rang vier landete. In der Gesamtwertung hat Despres vor der vorletzten Etappe am Samstag von Nasca nach Psico jetzt 1:35 Minuten Rückstand auf Coma. Die Rallye endet am Sonntag in der peruanischen Hauptstadt Lima.

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