Fed Cup: 0:1-Rückstand nach Kerber-Niederlage

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Angelique Kerber verpasst eine Überraschung

Stuttgart - Angelique Kerber hat im ersten Einzel des Fed-Cup-Relegationsspiels gegen Australien eine Überraschung verpasst: Die Kielerin verlor 6:7 (1:7), 4:6 gegen Samantha Stosur.

Stuttgart (SID) - Angelique Kerber hat im ersten Einzel des Fed-Cup-Relegationsspiels gegen Australien in Stuttgart eine Überraschung verpasst: Nach der 6:7 (1:7), 4:6-Niederlage der 24-jährigen Kielerin gegen US-Open-Siegerin Samantha Stosur liegt die deutsche Mannschaft mit 0:1 in Rückstand. Im zweiten Einzel des Tages standen sich am Samstagnachmittag die Weltranglisten-16. Julia Görges (Bad Oldesloe) und die australische Nummer zwei Jarmila Gajdosova gegenüber.

Sechs Tage nach ihrem Turniersieg in Kopenhagen stellte Kerber erneut ihre Kämpferqualitäten unter Beweis, konnte sich aber letztlich nicht für die Halbfinal-Niederlage in Flushing Meadows im September 2011 gegen Stosur revanchieren. Im ersten Satz wehrte Kerber insgesamt fünf Satzbälle ab, nachdem sie sich nach einem 1:4-Rückstand herangekämpft hatte. Doch im Tiebreak stand die im Ranking auf Platz 14 geführte Linkshänderin, die im Februar in Paris ihr erstes WTA-Turnier gewonnen hatte, auf verlorenem Posten.

Auch im zweiten Durchgang lag Kerber mit 1:3 zurück, schaffte aber den 3:3-Ausgleich. Das entscheidende Break gelang der insgesamt druckvoller agierenden Stosur zur eigenen 5:4-Führung. Am Sonntag spielen ab 12.00 Uhr zunächst Görges gegen Stosur und im Anschluss Kerber gegen Gajdosova.

Laut Reglement könnte Teamchefin Barbara Rittner allerdings ihre Einzelspielerinnen noch wechseln und die wiedergenesene Andrea Petkovic (Darmstadt) einsetzen. Die Weltranglistenelfte aus Darmstadt hatte ihr letztes Match am 10. Januar 2012 in Sydney bestritten, bevor sie wegen einer hartnäckigen Rückenverletzung rund drei Monate pausieren musste.

Für das abschließende und möglicherweise entscheidende Doppel hatte Rittner Spezialistin Anna-Lena Grönefeld (Nordhorn) und Petkovic nominiert. Die Berlinerin Sabine Lisicki hatte ihre Teilnahme wegen einer Sprunggelenksverletzung absagen müssen.

Sollte die deutsche Mannschaft das Duell gegen Australien verlieren und absteigen, müsste im nächsten Jahr erst wieder der Aufstieg in die Weltgruppe der besten acht Teams geschafft werden. Die deutsche Fed-Cup-Equipe, die 1987 und 1992 den Titel gewonnen hatte, war seit 2005 insgesamt dreimal ab- sowie viermal aufgestiegen und deshalb immer wieder als Fahrstuhlmannschaft tituliert worden.

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