Cross-EM: Bronze für Harrer, Silber fürs Team

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Dritter Platz bei der Cross-EM: Corinna Harrer

Velenje - Leichtathletin Corinna Harrer (Regensburg) hat bei den Cross-Europameisterschaften im slowenischen Velenje die erste deutsche Einzelmedaille seit sechs Jahren geholt.

Velenje (SID) - Leichtathletin Corinna Harrer (Regensburg) hat bei den Cross-Europameisterschaften im slowenischen Velenje die erste deutsche Einzelmedaille seit sechs Jahren geholt. Die 20-Jährige belegte in der U23-Kategorie über 6000 Meter den dritten Platz hinter den Britinnen Emma Pallant und Naomi Taschimowitz und gewann damit ihre dritte Einzelmedaille auf europäischen Terrain.

"Mir hat die Strecke gelegen, ich konnte Druck machen, so wie ich es mir vorgestellt hatte. Einfach super", sagte Harrer auf leichtathletik.de. Das gute Ergebnis der U23-Frauen des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) rundete die Silbermedaille in der Teamwertung ab. Die guten Einzelplatzierungen von Harrer, Anna Hahner (5.), Lisa Hahner (12./beide Mainz) und Jana Soethout (21./Köln) sorgten für Platz zwei hinter Großbritannien.

"Saugeil, und dann noch Silber", sagte Anna Hahner nach dem Rennen: "Corinna und ich haben das gesamte Rennen über Kontakt zur Spitze halten können, das war enorm wichtig."

Zwei weitere Medaillen holten das erste Frauen-Team und die U20-Juniorinnen. Simret Restle (9./Kassel), Sabrina Mockenhaupt (Siegen/16.), Verena Dreier (Siegen/28.) und Susanne Hahn (Troisdorf (30.) mussten sich in der Teamwertung über 8000 Meter nur Großbritannien und Portugal geschlagen geben. Die Nachwuchssportlerinnen holten Bronze über 4000 Meter hinter Großbritannien und Russland.

Die deutschen Männer hatten über 10.000 Meter nichts mit der Medaillenvergabe zu tun. Der Kieler Steffen Uliczka kam als bester Deutscher auf Platz 34, neun und zehn Sekunden Später erreichten Julian Flügel (Baunatal/39.) und Filmon Ghirmai (Tübingen/41.) das Ziel. Gold sicherte sich der Belgier Atelaw Yeshetela Bekele.

Auch keine Medaille, aber mit dem vierten Platz über 8000 Meter trotzdem ein ordentliches Ergebnis holte Richard Ringer bei den U23-Männern. "Rang vier ist Wahnsinn", sagte der Friedrichshafener. "Ich habe vielleicht mit Top 20 gerechnet, aber nun um eine Sekunde die Bronzemedaille verpasst zu haben, das ist schon stark." Gold ging an den Franzosen Florian Carvalho vor James Wilkinson (Großbritannien) und Sondre Nordstad Moen (Norwegen).

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