Ciolek zieht im Sprint gegen Hagen den Kürzeren

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Sieger im Schlussspurt: Edvald Boasson Hagen

La Clayette - Der norwegische Radprofi Edvald Boasson Hagen hat dem Kölner Gerald Ciolek (Quickstep) den Tagessieg auf der dritten Etappe des Critérium du Dauphiné vor der Nase weggeschnappt.

La Clayette (SID) - Der norwegische Radprofi Edvald Boasson Hagen hat dem Kölner Gerald Ciolek (Quickstep) den Tagessieg auf der dritten Etappe des Critérium du Dauphiné vor der Nase weggeschnappt. Hagen (Sky) setzte sich nach 167 km zwischen Givors und La Clayette im Massensprint vor dem Teamkollegen von Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin durch. Hinter dem Slowenen Borut Bozic (Astana) kam der Eisenhüttenstädter Roger Kluge (Argos-Shimano) auf einen guten vierten Rang.

Pech hatte unterdessen Kluges Mannschaftkapitän John Degenkolb (Gera), der als sehr aussichtsreich galt, aber etwa 1,5 km vor dem Ziel durch eine Reifenpanne aller Chancen beraubt wurde. Das Gelbe Trikot verteidigte der Brite Bradley Wiggins (Sky) vor Tour-de-France-Sieger Cadel Evans (Australien/BMC). Martin liegt vier Sekunden hinter Wiggins weiterhin direkt vor dem Rostocker Paul Martens (Rabobank) auf Rang fünf und hat nun auf dem vierten Teilstück die Chance auf Gelb.

Denn für Martin steht am Donnerstag die wichtigste Standortbestimmung vor den Saisonhöhepunkten bevor. Im langen Zeitfahren von Villié-Morgon nach Bourg-en-Bresse über 53,5 Kilometer erhält der 27-Jährige Hinweise auf seine Verfassung im Kampf gegen die Uhr und kann sich mit dem Gros der besten Zeitfahrer messen. Bis auf den Schweizer Fabian Cancellara (Schweiz) stehen nahezu alle Spezialisten am Start, die auch bei den Olympischen Spielen in London (27. Juli bis 12. August) in Martins Paradedisziplin mit Siegambitionen antreten.

Nach insgesamt 1051,7 km erreicht das Peloton am Sonntag (10. Juni) in Chatel das Ziel der Dauphiné. Die Rundfahrt im Südosten Frankreichs ist neben der Tour de Suisse der letzte Härtetest vor der Tour de France.

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