Bradl bleibt bei Kiefer - MotoGP-Traum geplatzt

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MotoGP-Traum geplatzt: Stefan Bradl

Köln - Der Traum vom Aufstieg in die MotoGP ist endgültig geplatzt, nun will Stefan Bradl in bewährtem Umfeld Titel in der Motorrad-WM gewinnen.

Köln (SID) - Der Traum vom Aufstieg in die MotoGP ist endgültig geplatzt, nun will Stefan Bradl in bewährtem Umfeld Titel in der Motorrad-WM gewinnen. Der 21-Jährige, drei Rennen vor dem Saisonende mit einem Punkt Rückstand auf den Spanier Marc Márquez Zweiter der WM-Wertung, wird auch in der kommenden Saison für das deutsche Team Kiefer Racing in der Moto2 fahren.

"Ich habe mit den anderen Teams noch einmal Kontakt gehabt und mich schließlich für Kiefer entschieden", sagte Bradl dem Fachmagazin Speedweek: "Dort habe ich viel Rückhalt, auch wenn es mit MotoGP dort nicht geklappt hat." Die Verhandlungen mit MotoGP-Teams waren ergebnislos geblieben, zudem hatten sechs Moto2-Teams Interesse am Deutschen bekundet.

Diese schlug er aus, an sein aktuelles und künftiges Team stellt er aber auch Forderungen. "Ich habe ein Ein-Mann-Team mit gutem Budget. Ich verlange aber, dass dieses Geld richtig investiert wird und sich Kiefer - im schlechtesten Fall - wie ein Vizeweltmeister-Team präsentiert", sagte er: "Ich kenne alle Sponsorensummen und möchte ein starkes Mitspracherecht. Damit wir genug testen und so professionell dastehen wie das Márquez-Team in diesem Jahr."

Auf den Spanier hatte Bradl im Saisonverlauf zwischenzeitlich schon 62 Punkte Vorsprung, doch mit doppeltem Budget und der stärkeren Maschine hatte Márquez diese nach und nach aufgeholt. Bradl sieht aber weiter gute Chancen im Kampf um den Titel. "Jetzt habe ich nichts mehr zu verlieren", sagte er: "WM-Zweiter sind wir schon. Jetzt heißt die Devise: Vollgas. Wir brauchen nicht mehr lang auf die Tabelle schauen. Jetzt gibt es nur noch entweder Weltmeister oder Hausmeister. Aufgegeben habe ich noch lange nicht. Ein Punkt ist fast nix."

Auch Vater Helmut, 1991 Vize-Weltmeister in der 250er-Klasse, setzt weiter große Hoffnungen in seinen Sohn. "Fahrerisch ist er Márquez mindestens ebenbürtig, wenn nicht gar überlegen", sagte er dem Fachmagazin Motorsport aktuell: "Dazu ist er mental sehr stark. Wenn die technischen Neuerungen erst einmal getestet sind und sich bewährt haben, ist auch das aus seinem Kopf, und dann ist er bestens für den WM-Kampf gerüstet. Dann muss er nur noch so angriffslustig sein wie sonst auch immer, und dann wird es schon passen."

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