Bradl beeindruckt bei erstem MotoGP-Test

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Stefan Bradl sorgt auf MotoGP-Maschine für Furore

Valencia - Weltmeister Stefan Bradl hat gleich bei seinem ersten Test mit einem MotoGP-Motorrad eine beeindruckende Vorstellung gezeigt.

Valencia (SID) - Weltmeister Stefan Bradl hat gleich bei seinem ersten Test mit einem MotoGP-Motorrad eine beeindruckende Vorstellung gezeigt. Zwei Tage nach seiner offiziellen Krönung zum Moto2-Champion drehte der 21-Jährige aus Zahling ebenfalls in Valencia 62 Runden auf einer MotoGP-Honda und war dabei sogar fast schon in Reichweite von Superstar Valentino Rossi. Auf die Zeit des italienischen Ducati-Piloten fehlte Bradl weniger als eine halbe Sekunde.

"Diesen Tag werde ich wohl nicht so schnell vergessen, das ist echt ein großartiges Erlebnis. Es ist alles perfekt, da merkt man doch, dass dies die Königsklasse ist. Das ist hier eine tolle Sache, und ich hatte heute riesigen Spaß", sagte Bradl, dessen Motorrad vom Honda-Team LCR des früheren Rennfahrers Lucio Ceccinello vorbereitet worden war. Weil der Test kurzfristig von zunächst einem Tag auf zwei Tage ausgedehnt wurde, war Bradl auch am Mittwoch noch in Valencia im Einsatz.

Tags zuvor hatte Bradl den Tschechen Karel Abraham hinter sich gelassen, der 2011 die komplette MotoGP-Saison bestritten hat. Zu den Honda-Werkspiloten Dani Pedrosa und Weltmeister Casey Stoner fehlten zwar zwei Sekunden, diese beiden waren aber auch in einer eigenen Welt unterwegs und mehr als eine Sekunde schneller als der Rest.

"Das beeindruckt mich, was Stefan da hingelegt hat", sagte Bradls Vater Helmut: "Er stellt sich perfekt an und ist für den ersten Tag richtig schnell dabei, eine Zehntelsekunde schneller als Karel Abraham, der schon ein ganzes Jahr auf der MotoGP unterwegs ist. Allerdings habe ich von ihm auch nichts anderes erwartet, denn er ist halt so, und das beeindruckt mich."

Bradl war mit dem Motorrad des früheren Moto2-Weltmeisters Toni Elias unterwegs, das bis auf das Getriebe auf dem Stand der Weltmeister-Maschine von Stoner war. An die vielfältigen Möglichkeiten der Elektronik und die Reifen gewöhnte sich Bradl schnell. "Ich möchte eigentlich nichts anderes mehr fahren", sagte der 21-Jährige, dessen ursprünglich geplanter Aufstieg in die MotoGP mit seinem Kiefer-Team für 2012 geplatzt war. Für die kommende Saison ist möglichst die erfolgreiche Titelverteidigung in der Moto2 vorgesehen.

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