Bohmann: Falscher Zeitpunkt für Terminhatz-Debatte

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Schiedsrichter leiten bis zu drei Spiele pro Woche

Hamburg - Mit großem Unverständnis hat der Geschäftsführer der Handball-Bundesliga (HBL), Frank Bohmann, auf die aufkeimende Kritik an der Terminhatz für Handball-Schiedsrichter reagiert.

Hamburg (SID) - Mit großem Unverständnis hat der Geschäftsführer der Handball-Bundesliga (HBL), Frank Bohmann, auf die aufkeimende Kritik an der Terminhatz für Handball-Schiedsrichter reagiert. "Dafür machen wir uns seit Jahren stark. Ich möchte das Thema ganz klar vom Kontext des tragischen Unfalls der Schiedsrichter Bernd und Reiner Methe lösen", sagte Bohmann dem Sport-Informations-Dienst (SID). Nach dem tödlichen Unfall des Schiedsrichter-Duos Bernd und Reiner Methe auf dem Weg zu einem Bundesliga-Spiel am vergangenen Freitag war eine Diskussion über die starke Belastung von Schiedsrichtern aufgekommen.

Peter Rauchfuß, der Schiedsrichterchef des Deutschen Handball-Bundes (DHB), hatte in der Montagausgabe der Tageszeitung "Die Welt" Kritik am Spielplan geäußert. "Die Spieltage unter der Woche sind ein Riesenproblem. Freitags durch Deutschland zu fahren, das ist chaotisch. Dazu kommt der Druck, selbst am Steuer zu sitzen und auf keinen Fall zu spät ankommen zu dürfen", wird Rauchfuß zitiert. "Unsere Leute müssen teilweise drei Spiele pro Woche pfeifen."

Inhaltlich kann Bohmann die Kritik nachvollziehen. "Klar wollen auch wir die Schiedsrichter schützen", sagte Bohmann. Gerade in der vergangenen Woche hätte es eine Sitzung zu dem Thema gegeben, berechenbarere Termine - vor allem international - zu finden. Den jetzigen Zeitpunkt für die Debatte hält er aber für falsch.

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