Löw beruft Ilkay Gündogan ins DFB-Aufgebot

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Steht vor seinem Länderspiel-Debüt: Ilkay Gündogan

Frankfurt Niederrad - Bundestrainer Joachim Löw setzt zum Auftakt der EM-Saison auf den "FC Bayern Deutschland" und hat zudem erstmals Ilkay Gündogan vom Meister Borussia Dortmund nominiert.

Frankfurt/Main (SID) - Fußball-Bundestrainer Joachim Löw verzichtet zum Auftakt der EM-Saison auf die Real-Profis Mesut Özil und Sami Khedira, setzt dafür aber auf den "FC Bayern Deutschland" und hat erstmals Ilkay Gündogan vom Meister Borussia Dortmund nominiert. Neben Mittelfeldspieler Gündogan berief Löw für den Klassiker gegen den Rekordweltmeister Brasilien am Mittwoch in Stuttgart einen acht Spieler starken Bayern-Block. Neben DFB-Kapitän Philipp Lahm stehen gegen die Seleção die Münchner Manuel Neuer, Bastian Schweinsteiger, Holger Badstuber, Toni Kroos, Jerome Boateng, Thomas Müller und Mario Gomez im 22-köpfigen Aufgebot.

Der im Sommer vom 1. FC Nürnberg nach Dortmund gewechselte Gündogan wird wohl auch gleich sein DFB-Debüt feiern. "Ilkay hat eine gute Entwicklung gemacht und auch aktuell in den Vorbereitungsspielen gute Leistungen gezeigt. Er ist ein technisch begabtes Talent mit hoher Spielintelligenz. Daher ist es eine gute Gelegenheit, ihn zu Beginn der Europameisterschafts-Saison persönlich im Kreise des Teams kennenzulernen", sagte Löw am Donnerstag über den Deutsch-Türken.

Löw nominierte zudem erneut Youngster Marco Reus. Der Offensivspieler vom Bundesligisten Borussia Mönchengladbach war zuletzt der große Pechvogel in der Nationalmannschaft. Nachdem Reus bereits im Jahr 2010 die Länderspiele gegen Malta und Dänemark wegen Verletzung bzw. Krankheit hatte absagen müssen, konnte er auch bei seiner dritten Berufung für die Qualifikationsspiele gegen Aserbaidschan (3:1) und Österreich (2:1) im Juni wegen muskulärer Probleme nicht auflaufen. Gegen Brasilien soll Reus nun wie auch Gündogan seinen ersten Einsatz im DFB-Trikot absolvieren.

Löw nominierte für das Spiel in Stuttgart auch VfB-Angreifer Cacau. Nicht mit dabei sind Spielgestalter Özil und Mittelfeldmotor Khedira vom spanischen Rekordmeister Real Madrid. "Ich habe mit beiden telefoniert und vereinbart, dass wir diesmal auf sie verzichten. Nach ihrer USA- und China-Reise mit Real Madrid treffen sie erst am Sonntag nach einem 14-stündigen Flug und mehreren Zeitumstellungen in den vergangenen Tagen wieder in Europa ein", sagte Löw, der zudem auf den wiedergenesenen Bremer Per Mertesacker verzichtete: "Im September soll er gegen Österreich und Polen wieder dabei sein."

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