Berliner Sixdays: Kluge verpasst erneuten Triumph

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Roger Kluge verpasst einen Podiumsplatz

Berlin - Vorjahressieger Roger Kluge (Cottbus) hat mit seinem Partner Leif Lampater (Waiblingen) beim 101. Berliner Sechstagerennen den erneuten Triumph verpasst.

Berlin (SID) - Vorjahressieger Roger Kluge (Cottbus) hat mit seinem Partner Leif Lampater (Waiblingen) beim 101. Berliner Sechstagerennen den erneuten Triumph verpasst. Das deutsche Duo belegte nach der umkämpften letzten Nacht mit 239 Punkten den vierten Platz hinter drei rundengleichen Teams. Der Sieg ging an die zweimaligen Madison-Weltmeister Leigh Howard und Cameron Meyer aus Australien. "Dann hat sich weite Reise für die Beiden gelohnt. Sie sind die Besten", sagte Roger Kluge nach der Entscheidung erschöpft.

Hinter den beiden Aussies (263 Punkte) landeten das Schweizer Duo Franco Marvulli/Silvan Dillier und die belgischen Europameister Iljo Keisse/Kenny de Ketele (beide 254) im ausverkauften Velodrom der Hauptstadt auf den Plätzen zwei und drei.

Roger Kluge, im Vorjahr Sieger mit dem Potsdamer Robert Bartko, hatte mit Leif Lampater bis wenige Runden vor Schluss versucht, die geringere Punktzahl durch einen Rundengewinn wettzumachen. Diese Vorhaben misslang jedoch angesichts der wachsamen Konkurrenz.

"Uns hat leider das Glück gefehlt, im richtigen Moment das Richtige zu tun. Vielleicht haben wir zu früh unsere Körner verschossen", sagte Kluge dem Sport-Informations-Dienst (SID). Damit stand erstmals seit 1986 kein deutscher Fahrer auf dem Podest.

Stehvermögen und Tempohärte verhalfen den Vorjahreszweiten Howard/Meyer zum Erfolg. Kurz vor Beginn der Wertungssprints fuhren die Australier eine Attacke, die erst nach ungefähr 25 Runden zum Erfolg führte, ihnen aber auch noch 20 Punkte in den ersten beiden Sprints einbrachte. Damit glichen sie den Rückstand zu Keisse/de Ketele aus. Der Sieg im letzten Spurt sicherte endgültig den Triumph.

"Es ist das beste Sechstagerennen der Welt mit der gewaltigsten Kulisse. Wir wollten diesen Sieg unbedingt als gutes Omen für einen dritten WM-Sieg in Folge bei uns zuhause in Melbourne. Sollte uns das gelingen, möchten wir die Regenbogentrikots bei den nächsten Sixdays in Berlin wieder vorführen", sagte Leigh Howard.

Die Organisatoren verzeichneten im Vergleich zum Jubiläum mit der 100. Auflage im Vorjahr einen Zuschauerrückgang. Rund 70.000 Zuschauer sollen an den sechs Tagen ins Velodrom gekommen sein, einige Tausende weniger als 2011. Vor allem der Freitag fiel deutlich ab. "Das Rennen stand im Schatten der Jubiläumsveranstaltung. Wir hatten an einigen Tagen einen leichten Durchhänger", sagte Geschäftsführer Heinz Seesing.

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