Befreiungsschlag für Magath und die Wölfe

+
Mario Mandzukic (r.) traf doppelt

Wolfsburg - Ausgerechnet gegen seinen ehemaligen Klub Schalke 04 ist Felix Magath mit dem VfL Wolfsburg der erhoffte Befreiungsschlag gelungen. Die "Wölfe" kamen zu einem verdienten 2:1.

Wolfsburg (SID) - Ausgerechnet gegen seinen ehemaligen Klub Schalke 04 ist Felix Magath mit dem VfL Wolfsburg der erhoffte Befreiungsschlag gelungen. Die "Wölfe" kamen dank einer Steigerung in der zweiten Halbzeit zu einem verdienten 2:1 (1:1) und feierten nach drei Niederlage in Serie mal wieder einen Sieg. Mit sechs Punkten entfernten sich die Wölfe immerhin ein wenig vom Tabellenkeller . Matchwinner für die Gastgeber war Mario Mandzukic, der in der 34. und 82. Minute erfolgreich war. Raúl hatte Schalke mit seinem dritten Saisontreffer in Führung geschossen.

Schalke musste dagegen nach zuvor drei Siegen einen Rückschlag verkraften. Die Mannschaft von Trainer Ralf Rangnick rutschte vom zweiten auf den sechsten Platz und versäumte es, Selbstvertrauen für das erste Spiel der Gruppenphase in der Europa League am Donnerstag bei Rumäniens Rekordmeister Steaua Bukarest zu tanken. Kurios: Insgesamt standen in beiden Teams 15 Spieler in der Startelf, die unter Magath Profi wurden oder von ihm verpflichtet worden waren.

Vor 30.000 Zuschauern starteten die Schalker im Dauerregen von Wolfsburg mit mehr Herz und Elan. Wolfsburg wirkte gehemmt, konnte sich oft nur durch Fouls helfen. In der 10. Minute sah der Grieche Sotirios Kyrgiakos bereits Gelb. Auch Patrick Ochs foulte gelbwürdig. Kurz darauf dann die sehenswerte Führung der Gäste. Zwar stand Angreifer Klaas-Jan Huntelaar zunächst knapp im Abseits, doch Schiedsrichter Deniz Aytekin (Oberasbach) ließ weiter spielen. Der Peruaner Jefferson Farfan lupfte den Ball vors Tor, und Raul verlängerte direkt zum 1:0 für die Gäste.

Wolfsburg benötigte einige Zeit, um sich vom frühen Schock zu erholen. Nach 20 Minuten legten die Hausherren jedoch ihre Scheu ab und wurden gefährlicher. Der VfL suchte vermehrt sein Glück über die Außenpositionen und sollte damit Erfolg haben. In der 34. Minute fand eine Flanke von Neuzugang Rasmus Jönsson Marcel den Kopf von Mandzukic, der mühelos zum 1:1 einnetzte.

Vor der Halbzeit entwickelte sich eine hochdramatische Partie. Es kam zu Chancen im Minutentakt auf beiden Seiten. Mandzukic (42.) hatte per Kopfball Schalkes Keeper Ralf Fährmann schon bewzungen, da klärte Raul auf der Torlinie. Magath reklamierte, dass der Ball im Tor gewesen sei - vergeblich. Im Gegenzug marschierte Farfan über rechts vors Tor, doch statt draufzuhalten, passte der Peruaner in die Mitte - wo kein Mitspieler stand.

Im zweiten Durchgang begannen beide Teams zunächst wieder vorsichtig. Erst in der 59. Minute ging ein Raunen durchs Stadion, als Schalkes Huntelaar rechts vorbeischoss. Wolfsburgs Srdjan Lakic verpasste Mitte der zweiten Halbzeit das 2:1 per Kopf ebenfalls knapp. Kurz danach forderten die Fans Elfmeter, weil der Kroate angeblich von Holtby im Strafraum gefoult worden sei. Mandzukic sorgte dann aber etwas glücklich für die Entscheidung.

Auch interessant

Kommentare